Jetzt, in dieser Dämmerstunde,
Legt an der Himmel sein mönchisches
Graukleid und auf Dächern
Die Türkentauben gurren die Nacht ein.
Schwer legt Atem sich
Auf die erschöpfte Stadt. Weit geöffnet
Balkone und Fenster, letztes Aufjagen
Später Autos, verlassen
Winselt ein Hund, ein Kind schreit.
Mein Weg von der Bahnstation
Zum Haus, Schlüsselklirren,
Ein nachbarliches Wort von Fenster
Zu Fenster. Duft der Büsche,
Irgendein Star imitiert eine Amsel,
Hinter Gardinen Fernseherblau,
Der Briefkasten platzt aus den Nieten.
Nichts, was erwähnt werden müsste.
Du siehst mich an: Wie war der Tag?
Ich, stumm, leg meine Hand auf deine.
Du. Dass du da bist.
(H Fleiß)
Kommentar hinzufügen - Kommentare (1) - empfehlen














