10. Dez. 1952 – 22. Jan. 2000
Nie mehr wirst du unter Wolken geh’n
den Bauch nie wieder in die Sonne dreh’n
nicht noch einmal Morgennebel seh’n;
niemals will und werd’ ich das versteh’n.
Hattest du von diesem Land so sehr genug,
vertrieb dich seiner „neuen Möglichkeiten" Trug,
was bitte zog dich auf des Lebens letzten Zug?
Adonis, du, (im Geiste – nicht figürlich) –
dein Tod ist so ein Scheiß und eben nicht „natürlich".
Aber ich weiß, du würdest schallend lachen
und höchstwahrscheinlich blöde Witze machen,
bis wir zum guten Schluß gemeinsam scherzen
und uns zerbröseln über meine Herz- und Kopf- und Magenschmerzen.
Doch gibt’s von dir nur noch ein Häufchen Asche
und die erinnerungsgefüllte Tasche
mit deinen Manuskripten und dem nie gedruckten Buch,
in denen ich dich nunmehr ohne dich besuch
aS 18/ 02/ 00
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