Lichtgeborener Nachmittag.
Kein Laut, kein Wind.
Der im Angerteich grundelt,
Der Höckerschwan, weckt unbekümmert
Schlafende Seerosengeister. Fünffingrig,
Von schönem Geäder, wehts
Herbstlich von den Bäumen herüber,
Fängt sich im Uferröhricht.
Holunderbüsche, über Zäune
Gewunden, sonnenprall, blauschwarzes
Gehänge. Blüten, von spätem Rot,
In den Vorgärten, Moos zwischen Kopfsteinen,
Strohbraune Dächer. Hinterm Fenster
Ein altes Gesicht, müd
Beschwerlicher Sommer und Winter.
Trunken vom Tag,
Stürmt der Schwan übers Wasser fort.
Herüber vom Ahornwäldchen
Schickt er den Seerosenschrei,
Federnweiß.
(Hanna Fleiß)