Dienstag, 3. juni 2008 2 03 06 2008 07:20

Wie langsam dreht sich doch die Welt;

nicht, dass wer Wunder glauben macht,

ihr einen Wandel mag verpassen.

Ich sehe die, die selber unterdrückt,

doch nicht von ihren Katzentischalmosen lassen.

 

Bist du der Mann, der meint,

die Bürde wär ihm Recht?

Du hätt´st die Kraft, die Menschheit zu erlösen,

allein mit deinem Wort?

Du kommst vorbei, entrückt trotz Kreuzeslast gelassen,

und lächelst zu dem Bösen

im Wissen, du gehst fort.

 

Warum nimmst du nicht Pein von dir und jedermann,

 wenn du der Wunder mächtig bist,

der Augenblick ist günstig, sie zu zeigen?

Es ist des alten Volkes Davids keine Zier,

sich unterwürfig vor den Herren zu verneigen.

Wirf ab das Kreuz und sprich zu Menschen, die

 alltäglich werken mit und ohne Eil

dass hier kein Oben und kein Unten bleibe,

dass jeder, der sein Bestes gibt,

wie viel dies immer sei, vom Laibe

bekommen möge seinen Teil.

 

Wie widerst du mich an,

dass du vergibst,

was Menschen wölfisch macht,

dass du behauptest,

dass du alle liebst,

und lässt sie doch zurück

in ihres Geistes Nacht.

 

Natürlich bin ich schlecht und ohne Herz,

mit grauen Bildern stumpf gemacht vor deinem Schmerz.

Ein Wolf voll täglicher Gewalt;

von meinen dreizehn Kindern wurde keines alt.

Du sagst, ich solle meine Feinde lieben?

Es sei egal, was sie mit mir getrieben?

Dein ganzes Reden hat nur Sinn,

vergibst du mir, so wie ich bin.

Sieh, der Propheten gibt es viel in diesem Land,

und keiner drunter, der für meinesgleichen Hilfe fand.

Du tust, als wolltest Liebe du verteilen

Ich brauchte sie, und seh dich nicht verweilen.

 

So mag er auf mich kommen, dieser Fluch,

wenn du nicht der sein willst, der aufbegehrt,

das ist mir fast unendlich langes Leben wert,

und blutrot immer wieder neue Wunden deckt mein Tuch.

 

Ich weiß nicht, wann der Tag wird kommen,

an dem für jeden gleich Gerechtigkeit geschieht,

und dieses Wort vergessen wird,

weil niemand etwas andres sieht.

Ich kämpfe rastlos Tag für Tag

und werde immer neue Kampfgefährten finden.

Obwohl, so manchen wird der Glaube an die Lüge binden.

Als obs das Kuschen wäre, das er mag,

wenn’s ihn zum Golde, das er gerne hätte, zieht.

 

Ich halte nichts vom Hoffen auf den Tod,

anstatt zu kämpfen gegen jede Not.

Man wird mich treffen in verschiedensten Gestalten,

für mich niemals, den Kopf gesenkt, die Hände falten.

 

Jahrhundert um Jahrhundert werd ich Sucher sein,

kein Gnadentod wird mich erlösen,

den Hass der Dummheit wie der Macht trag ich allein

in keinem Grab werd ich verwesen.

Wie könnte ich Verzagen mir verzeihn,

bevor die Menschen bessre Büchern lesen.

 

Ein freies Volk wird kommen, schaffen, ändern, bauen,

auf seine Kinder voller Friedenspläne schauen.

Die Menschheit, die dann reift, die möcht ich sehn

und hoffe, wenn ihr neues Bild erreicht,

ihr Leben deinem nach dem Tode gleicht,

dass du mich dann nicht zwingst zu gehn.

von fak - veröffentlicht in: Gali, Slov ant - Community: Mehr menschlichkeit
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