Ich habe wohl die Abendtablette vergessen.
Dürfte ich sonst in der Nacht um zwei wach werden?
Und nun unterbrochen grübeln?
Muss das sein, das Grübeln?
Ich will nicht grübeln. Ich will schlafen.
Angst habe ich. Vor dem Grübeln.
Angst. Ich habe Angst.
Keiner sagt, wo diese Angst anfängt, enden kann.
Ob ich aufstehe, die Treppe durch mein Haus zur Küche hinunter laufe und die Angst lösende Tablette schlucke?
Und wenn ich trotzdem nicht wieder einschlafe? Oder nicht wieder aufwache?
„Sie entscheiden, was Ihnen wichtig ist!“
Der Mann hatte gut reden. Als Arzt verdient er bestimmt nicht schlecht. Er wird eine Frau haben. Die räumt ihm alle Alltagsproblemchen aus dem Weg. Zeigt ihm manchmal seine Kinder: Wie groß sie schon geworden sind...
Krank? Ich doch nicht! Wie denn?
Wovon lebt meine Familie ohne Geld von mir?
„Wir beraten Sie auf Wunsch gern auch außerhalb unserer Öffnungszeiten. Bitte vereinbaren Sie einfach einen Termin.“ (Als vermögender Kunde sind Sie es uns wert.)
Ja ich komm zu Ihnen, wohin Sie wollen. Nur, überlassen Sie Ihre Kröten der Hauptstadtbank, nicht der X-Kasse! Zinsen? Ein Viertel Prozent weniger. Aber persönlichen Service. Mich. Wir seelsorgen Sie. Ich seelsorge Sie. Den eignen Kindern kann man nicht mehr trauen heutzutage.
Ein weiterer Kunde unterschreibt, scheinbar, um mir einen Gefallen zu tun. Gönnerhaft. Rechnet sich an, mir die höchste Provision verschafft zu haben. Nun muss ich gehen. Und schweigen.
Quote jagen, allein, um den Arbeitsplatz zu sichern? Meinen? Als Beste?
Bis der Meiler ausgebrannt ist? Ich Meiler? Ohne Energie. Nur strahlender Atommüll. Nein, strahlen kann ich nicht mehr.