Achtung: Im Prinzip bleibt der 2-wöchentliche Rhythmus der Autorentreffen bestehen. Wegen der Feiertage im Dezember wird jedoch einmalig davon abgewichen und dann die neue Terminfolge beibahalten. ...
An der Mauer klettert wache Rose zum hellgelben Backstein hinauf, dort sitzt gefaunt ein Geck mit honigsüssen Augen; schleckert an versponnenen Beinen milchiger Gilbe, von unten her duftet ...
Aus Katastrophen schwarzer Schnecken lernen, heißt: nicht auf schrecklichen Götterwegen kriechen, nicht schleimen, dass es sichtbar wird unterm Licht nicht auf heißem Bitumen verdampfen wie ein ...
In einem land vor gewerkschaft und lohn einem land mit eisenormierung in so einer zone Pedro erlebt der mensch seine wiedervertierung Da bist du kein einziger Pietro mehr da korrt man dich hin ...
DER FIEDELRUSSE Der russe sieht seinem großvater ähnlich ein mädchennasiger hüne fähnrich Die hand zieht den umriß von dessen konturen die zunge formt worte auf dessen spuren Er rettet die ...
Jetzt ist es offiziell: Unser HEL ist zur Nummer 1 gekürt, Sieger des 1. "lauter niemand" Preises für politische Lyrik. Immerhin unter über 600 Einsendern. Gratulation!
Also das "Max und Moritz" ist in der Oranienstr.162, nahe U-Bahn-Station "Moritzplatz" der U 8. Und HEL heute 20 Uhr im Kreise der Preisträger lohnt bestimmt!!! bb Slov
lesung zum lauter niemand preis für politische lyrik Mit Preisverleihung 21. Oktober 2009 Einlass 20.00 Uhr Max und Moritz Oranienstrasse 10 969 Berlin 36 (Kreuzberg) ... auch wenn es Zweifel ...
wertewandel die führungsmacht der welt die vereinigten staaten von amerika unterstützte die afghanischen taliban im kampf gegen den bolschewismus das war sie der menschheit schuldig ...
Zwar hab ich bei Schwangrenbauchoffensichtlichkeit ein Stück ihr die Unschuld genommen. Gegen Stachel des Zweifels blieb sie trotzdem gefeit - im Geist war sie eine der Frommen: Sie sagte, die ...
1. am Samstag, dem 1.8. ist ab 16.00 Uhr unser traditionelles Gartenfest bei Ingrid angesagt. 2. die Nachfolgende Information euch allen zu Kenntnis mit der Bitte verbunden recht viel und ...
Heupferdchenzeit, Blaue Zeit. Als die Linden, Die schönen Linden, sich bogen Am Rande der Straße Unter der Last der Düfte. Als Der weiße Mond Honig trank. Die Stadt lebte Ihren Tag, mit grauer ...
Die Westzonen hatten sich im Frühjahr zur Bundesrepublik Deutschland zusammengeschlossen. Jo las die Zeitungsüberschriften in der „Täglichen Rundschau". Im Osten wurde protestiert: Kein ...
Es war ein Junge. Die Mutter hielt das Baby im Arm und zeigte es Jo: „Sieh mal, wie hübsch er ist." Jo schluckte. Jetzt war das Baby da. „Aber was ist denn das für ein Horn am Kopf?" „Das?" Die ...
„Im Herbst kriegst du noch ein Schwesterchen. Oder ein Brüderchen", sagte die Mutter. „Im November." „Noch so einen Schreihals, mit dem ich nichts anfangen kann? Und ich bin froh, dass Veronika ...
Aus Allerweltswinkeln Der Mai. Flieder, woher dein Violett? Schwalben auf dem Weg. Und der Ahorn steht im Grün. In der Wölbung des Himmels Licht. Menschen mit Blumen am Hut. Geborgte Träume ...
Das Zelt war groß, ein 20-Mann-Zelt. Die Zeltbewohner lagen auf Stroh, eine Decke darüber – fertig war das Nachtlager. Überall im märkischen Sand, mitten zwischen den Kiefern, standen Zelte. Und ...
In der Umarmung Der Dämmerung, weh der Blick zurück Ins müde Auge Der Nacht. Eine Spur Vor dem Haus. Unterm Dach Stille. Atem der blauen Erde. Schrei eines Schläfers, Irgendwo. Leis, Tapfer ...
für A. ich seh’ sie wieder, die sterne am himmel und in den augen meiner freunde. ich seh’ sie wieder, die sonne auf den geschlossenen lidern der träumer. unsere augen haben blicke geatmet ...
für siggi und pierre chagall verspricht das gelbe vom himmel die uhr fällt herab und landet mit leisem klimpern im teeglas goldgelbe tropfen zerspringen auf der leinwand der schornstein ...
Du hast mir den Mond gezeigt und seine Gesichter hinter den Wolken. Die habe ich mitgenommen und die Nebel aus Deinem Haar. Jetzt sind die Goldfische Deine Augen und spielen Verstecken und ich ...
Endlich mein Leben von heute bis irgendwann leben Clown, Segel auf Kreuz gegen den Wind, Floh im Fell meines Katers, tragischer Traum temporärer Trunkenheit Mein Leben endlich aS 17/07/08
Die Familie saß beim Abendbrot. Jo konnte den neuen Pappi immer noch nicht leiden. Sie beobachtete jede seiner Gesten und Blicke und fand immer etwas auszusetzen. Mal sah er sie zu streng an, ...
Der Alte sitzt und denkt an seine Frau und sein Gesicht, das Haar und auch sein Anorak sind grau und hat kein Geld für Trudes letzten Gang und plötzlich hört er Omas Grabgesang. Er sieht die ...
Mir ist so kalt. Ich sitze am Schreibtisch und mir ist kalt. Frierend stehe ich an der Bürotür in der Sonne. Beim Kohlentragen, fünf Stockwerke hoch, ist mir kalt und am Ofen, der mir die ...
meinem Chirurgen Dr. S. Deine Hände halten fest. Ich habe sie begriffen. Nähe suchen sie und säen Sehnsucht. Meiner Haut versprechen sie sich mit kaum gespürter Berührung aufs nächste Mal. ...
Wieder flog der Herbst ins Land, mit fallenden Blättern, launischen Winden, die durch die Ruinen pfiffen, lauen Altweibersommer- und kühlen Regentagen. Der neue Pappi war aufgeregt: Jo wurde ...
Du hast mich aufgebrochen so warm und weich so unendlich, als mein Leben lange schon abgebrochen worden war. Ich werde wohl auch morgen noch nicht zerbrochen sein und brech’ doch täglich. ...
10. Dez. 1952 – 22. Jan. 2000 Nie mehr wirst du unter Wolken geh’n den Bauch nie wieder in die Sonne dreh’n nicht noch einmal Morgennebel seh’n; niemals will und werd’ ich das versteh’n. ...
Der Tee wird bitter schmecken, das Basilikum verwelken, die ausgeleerte Maxiflasche Bautzner Senf nicht aufgefüllt. Ich werde in leere Schubladen atmen, den abgeräumten Schreibtisch riechen, ...
meinem Professor für Quantenchemie Weiße Vögel flattern zwischen Tafel und Pult. Kurze Ruhe um den Sturzflug zu genießen und wieder aufzufliegen, nur für Augenblicke gemeinsam auf dem Weg. ...
Wieder wurde es Sommer. Jo war jetzt sieben Jahre alt. Tagsüber, wenn der neue Pappi auf der Arbeit war, ging sie zur Großmutter. Heimlich, die Mutter bangte, dass er es eines Tages erfahren ...
Der Termin rückt näher: Am 4.5., 19 Uhr, servieren wir im Kulturforum Hellersdorf unsere "literarische Maibowle". Wer seine Früchte in diesem Mix wiederfinden will, reiche sie bitte bei mir ein. ...
Die letzte Untersuchung beim Arzt. „Gratuliere", sagte er, „du bist wieder völlig gesund. Aber um den Lebertran, junges Fräulein, um den kommst du nicht herum. Wir geben dir eine Flasche mit." Er ...
Der Winter verging mit Spritzen, Lebertran und Stürmen vor den Fenstern. Die Nordsee kam mit großen Wellen, sie spritzten die Fensterscheiben voll. Doch eines Tages schien wieder die Sonne, der ...
Der Winter war da, die Nordsee schlug ihre Wellen an den Strand, auf dem eine dünne Schneedecke lag, die Möwen kreischten leiser. Und eines Tages war Weihnachten. Die kleinen Mädchen wurden von ...
Seit zwanzig Jahren keine Mauertoten! – keine Mauern? Jänner 1990 WENDE-ELEGIE Lamentationes inutiles sine fine Jahrzehnte haben wir vertrauend einer Fiktion, entarteten Apologeten, in ...
Das Lungensanatorium war ein schneeweißes Haus, es stand am Meer, sehr nah am Meer, fast mit den Füßen in der Brandung, in einem Fischerort namens Wiek, und Möwen kreischten vor den Fenstern. Es ...