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germanist 

 

marbach Germanistik im Netz - Virtuelle Fachbibliothek Germanistik  

Gegen deutsche Kriege

27. August 2015 4 27 /08 /August /2015 06:52

*****

Mit dem zweiten Schritt

ist die Reise unausweichlich

und jetzt bin ich hier

auf der Wiese vor dem Wäldchen

der Birken und den alten Akazien

die wild und süß duften

nach einem Schuss Honig

deren Dornen so spitz wie damals

die Haut überm Herzen mir ritzen -

Du sagtest:

Nein

… nichts heilt

die Zeit flieht

und hat sich

am Zeiger der alten Kirchturmuhr

aufgehängt

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19. Mai 2015 2 19 /05 /Mai /2015 11:48

Die nächsten Autorenkreistreffen finden planmäßig vierzehntägig donnerstags ab 18.30 Uhr im Gebäude des Neuen Deutschland, Franz Mehring-Str.1, statt (normalerweise "Seminarraum 6" - sonst beim Pförtner erfragen)

(21.6. fällt aus)

04.06.15

18.06.15

02.07.15

16.07.15

30.07.15

13.08.15

Bitte schaut hier kurzfristig nach, sollte sich etwas verändert haben

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19. Mai 2015 2 19 /05 /Mai /2015 11:42

Am Donnerstag, dem 7.5.15 haben wir angestoßen - muss auch mal sein - auf unsere langjährigen Mitglieder, die nicht mehr unsere Ergebnisse bereichern können. Wir werden sie in Erinnerung behalten:

KD Schönewerk

Eva Schönewerk

Alois Hallner

Horst-Heinz Meier

Martin Pohl

und und und ...

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23. April 2015 4 23 /04 /April /2015 16:51

Die nächsten Autorenkreistreffen finden planmäßig vierzehntägig donnerstags ab 18.30 Uhr im Gebäude des Neuen Deutschland, Franz Mehring-Str.1, statt (normalerweise "Seminarraum 6" - sonst beim Pförtner erfragen)

23.04.15

07.05.15

21.05.15

04.06.15

18.06.15

02.07.15

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31. Dezember 2014 3 31 /12 /Dezember /2014 10:12

Allen Mitgliedern und Freunden des Friedrichshainer Autorenkreises ein glückliches und geruhsames Weihnachtsfest!

 

Erfreulich ist doch jedes Licht

Schreib nur nicht dazu ein Gedicht

So viele rufen laut schon "Weihnachtsfrieden!"

Und morden dann in Ost und Süden ...

 

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17. Oktober 2014 5 17 /10 /Oktober /2014 07:16

Hinz und Kunz wie Königskinder,

lebten viele gute Winter.

 

Hinz, der Fleischer, reinigt Därme,

Kunz, der Heizer, sorgt für Wärme.

 

Hinz und Kunz sind voller Schwung,

Arbeit hält sie beide jung.

 

Krise kommt im schnellen Schritt,

reißt die zwei ins Elend mit.

 

Heute sitzen sie im Winter,

vor Kaiser’s Markt wie Bettelkinder.

 

 

 

 

Robert Göbel, 21.12.2011

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14. Oktober 2014 2 14 /10 /Oktober /2014 07:14
Nachtisch 

Frei nach Georg Kreislers Gedicht „Kunst“


 

Da wundert man sich über gar nichts mehr!

Der Papst wäscht mir die Füße,

und General Klein von der Bundeswehr

schickt mir Bomben statt Grüße.

 

 

An Sträuchern und Bäumen wächst süßer Reis

und die Schafe werden blau.

Erfunden wurde der eckige Kreis

und mein Kater grunzt wie nee Sau.

 

 

Und ein Hartzer hat meine Schulden bezahlt,

und ein Banker wurde gehängt,

und der Hinz und der Kunz und mein Rechtsanwalt

haben mir einen Bückling geschenkt.

 

 

Ein Frosch hat genau vor dem Reichstag gequakt,

dann hat er die Merkel gefressen

und mir eine Sauerei gesagt,

ich hab ihn als Nachtisch gegessen.

 

 

Da hört ich es rufen: Ach, das ist alles so schön!

Doch keiner will hör’n wie’s kracht!

Und plötzlich bleiben die blutig stehn,

die eben noch laut gelacht.

 

 

 

 

 

Robert Göbel, 22.04.2010, ergänzt, 22.09.2013

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11. Oktober 2014 6 11 /10 /Oktober /2014 11:40

Pfötchenleise, Schnurrefein

ziehe deine Krallen ein

ist meine Hand in deinem Fell

Lautlosschleiche, Springeschnell

deine Pfoten weich wie Samt

solange Licht am Himmel flammt

Nachtsichtgute, Augenglühn

schleichst du im Dämmern durch das Grün

halt dich zur Jagd bereit

Ob Kater du, ob Tigermaid

des nachts fahr deine Krallen aus

mich dauert keine Maus

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27. September 2014 6 27 /09 /September /2014 14:30

 

Für Odysseas Elytis

 

 

Was blieb der Kiefer

als krumm zu wachsen

Das Aufrechte nahm ihr der Sturm

 

Im Herbst das Laub und nasser Sand

fingen sich in ihrer Krone, dem Haupt

das sich gerade noch über Wasser hielt

 

Winter gaben manch trocknen Zweig dazu

Frühjahr feinste Blütenpollen und

die Sommer Staub

 

So wuchs die Insel

schwankt,  bewegt von Wellen

auf dem Toteissee

 

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13. September 2014 6 13 /09 /September /2014 07:13

An einem Weg, abseits der Straßen, wucherten schon seit vielen Jahren wilde Sträucher.

Im Frühjahr mischte sich das helle Grün der Blätter mit dem Weiß der Blüten. Im Sommer herrschten dunkle Grüntöne, die kaum einen Blick auf das Grau der Triebe zuließen.

Die Menschen, die gelegentlich den Weg entlangkamen, hatten längst den Namen der Sträucher vergessen, den sie selbst ihnen einst gegeben. Die Sträucher aber taten das, was sie seit Tausenden Jahren schon getan hatten: Sie hielten ihre Blätter ins Sonnenlicht und verschenkten Sauerstoff an die Luft.

Eines Tages jedoch drängelte sich ein langer nackter Trieb durch das dichte Strauchwerk. Es war ein einsamer Trieb, zum einen, weil er so lang und so kahl war, vor allem aber, weil an seinem Ende vier unglückliche dunkelrote Blättchen ins Licht züngelten. Die vier schämten sich.

„Wie sehen wir denn aus?“, rief eines von ihnen, „so eine seltsame Farbe zwischen all dem nützlichen Grün.“

„Jammere nicht“, antwortete das zweite Blatt. „Wir sehen zwar anders aus als alle anderen, aber wir sind genauso nützlich wie sie.“

Das Blatt, das zuerst gesprochen hatte, schaukelte zweifelnd im Wind hin und her. „Wer glaubt uns aber, dass auch unser Sauerstoff die Luft wertvoller macht? Es wäre ja unheimlich wenig.“

Es war der wärmste Tag in jenem Sommer und es hatte so lange schon nicht mehr geregnet, da fiel das Blatt, das da geklagt hatte, zu Boden.

Dann kam der Herbst und die vielen grünen Blätter um sie herum färbten sich goldgelb, sodass sie weithin in der Sonne leuchteten.

„Ach“, sprach da das dritte Rotblatt. „So ein wundervolles Gelb. Wir fallen schon wieder auf. Sieh nur, die Menschen zeigen mit dem Finger auf uns.“ Traurig rollte es sich zusammen.

Der Herbst wurde älter und der Wind spielte vergnügt mit den abfallenden Blättern. Schließlich holte er auch dieses eine dunkelrote Blättchen mit zu einem letzten Tanz.

Kalt wurde es. So wie sommerzeits das Grün geherrscht hatte, verschenkte die feuchte Luft nun strahlend weiße Kristalle.

„Wie nackt frieren wir zwischen den vielen Zweigen, die sich mit silbernen Glitzersternchen bedeckt haben,“ klagte da das dritte rote Blatt dem vierten. „Schon wieder stören wir.“

Und als an einem schönen klaren Tag Menscheneltern mit mit ihren Kindern auf Schlitten an der Winterstrauchwelt vorbeiliefen, hing nur noch ein einzelnes, jetzt wirklich vollkommen einsames dunkelrotes Blättchen an dem langen Trieb. Das Ärmste hatte nicht einmal mehr einen Kameraden, dem es klagen konnte, wie sehr es fror. Doch dann rief das Kind auf dem Schlitten: „Schaut mal“,und wies mit seinem kleinen Finger hinauf zu dem Strauch. „Ein dunkelrotes Blatt! Ist das nicht schön?“

Als das Blatt das hörte, glühte es vor Stolz noch ein bisschen kräftiger rot und fror einen Augenblick lang kein bisschen mehr. Wenn das seine drei Freunde hätten hören können!.

 

 

Dann kam der nächste Frühling und siehe: Durch das dichte Buschwerk drängten sich viele lange nackte Triebe mit wenigen dunkelroten Blättchen daran. Und im nächsten Winter leuchteten sie alle im Licht der tiefstehenden Sonne.

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