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germanist 

 

marbach Germanistik im Netz - Virtuelle Fachbibliothek Germanistik  

Gegen deutsche Kriege

10. März 2008 1 10 /03 /März /2008 08:31

Graues einer Welt

Stadt

in meinem Zuhause

deinen Händen

entfalten

mich

wie die Ringe

uns

und das Jahr

den alternden Baum

flüchten

den Wind

 
(A. Diehl)

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9. März 2008 7 09 /03 /März /2008 20:33

Es wäre

am Ende

die eine

Liebe

wie Ahnung

den langen Weg

noch

dein sein

am Ende

einer Liebe

 

(A. Diehl)

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8. März 2008 6 08 /03 /März /2008 12:12

Hab ich mich Freundin

solchen Tags

noch gestern

versagt

allem

wo Nähe

so endliche

uns trennt

zuletzt

und doch

wieder

ein geliehener Ort

versteinert

mich bindet


(A. Diehl)
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1. März 2008 6 01 /03 /März /2008 10:54
Und dito krallen mich die Geier
mit ihren rosa Plansche-Brillen -
die deutsche Wehrmacht steht am Bad -
ich hab mein Schwimmbeid drin im Sumpf,
enteigne mich der Hosen und weiter
Schwingen ausgerostet, längst ausgelost:
für all die Fliege-Dichter - oh Citoyens!
Wo ist Herr Bersarin, der von der
Beresina kam als Sieger - ein Unpoem
aus Attitüden - längst verloren,
die mir so trefflich bon-apart
verbraten worden, mit dem Müden.
Schwimmer durch geeinte Bratensaucen?
Wir segnen die Burgunder-Rosen,
sinnen über neuste Stahlhelm-Posen
der Bünde an Europas Arsch -
das herzt sich ein, die schnäbeln mich
an meinen Trikoloren und dem blanken Mark.
Liegt alles frei und ihr verbittert,
ihr knittert noch an "Helden"-Stelen
kloakenbrauner Witzelei.

Das fährt ins Schreibhirn und verdirbt,
eh´ es Aasfresser puhlen kann -
der wird sich durch Gestelle quälen
aus amputierten Zünften -
allein er säuselt schon sein letztes Lied:

"Deutschland, Deutschland afterwindet..."

Reinhard Johannes (aus "Ausbrüche Aufbrüche..." Regionen Verlag 2005)
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16. Februar 2008 6 16 /02 /Februar /2008 11:21
sonne
flutet den tisch
flüchtig
die schatten der hände

messer
schneiden nicht das brot
teilen
den tag in stücke

große tage
haben ihre zahl gefunden
das maß
ist ein anderes

steine
brachten mich zum stolpern
jetzt
sind sie weggefährten

(M. Schmidl, aus "stille atmen")
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15. Februar 2008 5 15 /02 /Februar /2008 12:15
stumm
die alte musicbox
geflickt
das rote sofa
flackerndes licht

sie sieht
seine worte
hört schweigen
trinkt vom wein

über der tür
eine klaviatur
mit hammerwerk
spröde genagelt

als sie gingen
fiel ein ton
staub


(marlies schmidl, aus "stille atmen, aphaia berlin 2007)
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2. Februar 2008 6 02 /02 /Februar /2008 20:10

Auch die Frauen müssen wollen, ob sie wollen oder nicht...

Was hatte sich Vögmann alles anhören müssen! Im Vorstand saßen fast nur Männer und Männer waren stets darauf aus, beim Sex ihre Männlichkeit vorzuführen. Lieber halfen sie heimlich mit Chemie nach, als sich niederhängend zu blamieren. Doch was es da an Mitteln gab, hatten andere patentiert. Da konnte man nur hinterher hinken. Aber so dachten die Typen eben.

Dabei… die Pille zur Maximierung weiblicher Lust war eine wissenschaftliche Spitzenleistung. Trotzdem war sie für den Konzern zum Reinfall geworden und er, der alte Forscherhase, zum Blitzableiter für Yuppiefrust. Er hätte es doch wissen müssen, zogen sie ihn auf, entweder waren die Frauen wirklich bereit – dann brauchten sie keine Pillen – oder sie wollten nicht, dann wollten sie eben auch so eine Pille nicht. Ihre Gedanken müsse man(n) vorher auf den Intimbereich richten, möglichst unauffällig, ja, am besten ohne weibliches Wissen und Mitwirkung. Und dann feixten sie, als wäre er der einzige, den man im Vorstand nicht ernst zu nehmen brauchte.  

Was hatte Vögmann nicht alles unternommen. Er hatte seine Konten schon im Speicher des Locus, also des Local  cultural Systems, was früher mal das Arbeitsamt gewesen war, abschmelzen sehen, bis er seine Frührente hätte beziehen dürfen. Aber da hatten sich diese Berufsjugendlichen verrechnet. Vögmann hatte lange nach passenden Partnern gesucht, und er hatte welche gefunden. Menschenflöhe (pulices irritans)! Diesen Tieren hatte die Natur einen Sinn mitgegeben für die zum Einstich geeigneten Körperstellen und einen Injektionsstoff gegen Blutgerinnung. Nur verursachte der ein zum Kratzen schlimmes Jucken. Das schrie nach Aufgaben für die Forschung: Dieses Jucken, also, dieses Jucken musste sich doch wohl in ein lüsternes, wohliges Kribbeln verwandeln lassen, oder?

Ein paar genetische Veränderungen blieben noch. Wie regte das männliche Forscherhirn die Vorstellung an, den Flöhen könnte der Vaginalbereich als bester Einstichort erscheinen! War das kein wichtiges Ziel? Vor allem eines, das dem Konzern einen kaum erschlossenen Markt eröffnete? Ob sich das nun die Frauen antäten, um sich auf den Männerempfang vorzubereiten, oder die Männer die süßen Beißer auf die Frauen ansetzten, war doch für den Umsatz egal. Hauptsache, die Flöhe vermehrten sich nirgendwo anders als in den eigenen Produktionshallen. Die dafür nötige Technologie gab es längst. In der aktuellen Entwicklungsstufe konnte man aber erst einmal nicht genug von den Lustspritzern bekommen.

Welch Erfolg: Erste Testflöhe spritzten ihren Wirtsfrauen einen Botenstoff, unter dessen Einwirkung den Probandinnen Liebessäfte sprudelten, dass es ein reines Badevergnügen war.

Das eröffnete einen Wettbewerb um den passenden Namen für die neuen Geschöpfe. Allein das Wort „Floh“ löst ja schon ein unangenehmes Jucken aus! So konnte man die versoffenen kleinen G-Punkt-Kenner wirklich nicht nennen, wenn sie jemand kaufen sollte. Aber „Lustos®“, ja, dagegen konnte niemand etwas haben.

Vögmanns Team irrte. Maria hatte etwas dagegen. Maria hasste inzwischen das ganze Forschungsprojekt. Ihr heimlicher Geliebter Angelo war der testgebissenen weiblichen Probandinnengruppe in die entfesselten Kräfte geraten – ein Anfall-Unfall. Man hatte die Damen zwar mühsam von Angelos Männlichkeit lösen können, doch die war nun durch nichts und niemanden wieder aufzurichten. Der ehemals tolle Liebhaber wollte das nicht eingestehen, sich nicht und der kaum lustosbedürftigen Maria gegenüber schon gar nicht. Immer gerade jetzt wollte er angeblich gerade nicht, dabei war doch der Zusammenhang ganz offensichtlich.

In einem ersten Anflug von Hass hatte Maria die „Höllenflöhe“ umbringen wollen. Aber ein kleiner Skandal wäre sicher besser. Er würde das Projekt bestimmt platzen lassen. Oder aber, auch das lohnte den Einsatz, er beflügelte den Absatz, und dann konnte sie ja verkünden, dass es ihre Idee gewesen war.

Die Lustos der letzten Entwicklungsstufe ließen sich in ihrer Fortpflanzung steuern. Das war Bedingung für ihre Marktreife. Die jetzige Lustflohreihe vermehrte sich noch ungebremst hemmungslos. Maria brauchte nur wenige Exemplare aus dem Forschungsbereich zu schmuggeln, um sie in einem Brutkasten mit Speziallösung zu einer gewaltigen Lustoskugel aufquellen zu lassen.

Zur selben Zeit, da Maria am Strand den Deckel der mit den beißwütigen Tieren überfüllten Kühlbox hob, öffnete Vögmann in der Chefetage des Konzerns seine Berichtsmappe zur Vorstandsberatung. Und während er mit einer blumigen Rede die Revolution der sexuellen Stimulation verkündete – unter Hervorhebung der Rolle des eigenen Konzerns und seiner Forschungsabteilung - hatte Maria in ihrem Bikinislip am FKK-Strand ganz andere Sorgen. Würde ihre Dämpfungscreme wirken? Würde das Video über den ersten nicht im Forschungsplan vorgesehenen Großversuch unter Freilandbedingungen gelingen?

Marias erstes Beobachtungsobjekt war eine etwa 20jährige. Die las auf dem Bauch liegend ein Buch. Kaum war das Lustosvolk seinem Gefängnis entsprungen, wurde die Frau unruhig. Sie legte das Buch zur Seite, griff sich ungeniert zwischen die Schenkel, ihr Atem ging schneller und stoßweise, eine Hand schien etwas unter den Bauch zu pressen, bis sie einen einzelnen, ahnungslosen Jungen im Sand entdeckt hatte. Auf den stürzte sie sich, ohne ihre Umgebung zu beachten. Vor Ungeduld zerkratzte sie dem Jungen die Oberarme, weil er sich in seinem Schreck nicht gleich in sie vertiefen konnte.

Niemand außer Maria nahm davon Notiz. Alle Frauen hatten eventuelle andere Gedanken unter den Bauchnabel verdrängt und ihre Männer gepackt, bevor die irgendetwas begriffen. Selbst solche, die gerade auf dem Bauch gelegen hatten, wurden von eigenen oder fremden Frauen wehrlos ermannt.

Vergeblich reckten Schwimmer in Ufernähe ihre Köpfe über die Wasseroberfläche. Nach Männerhäuptern stand den angreifenden, lustosierten Weiblichkeiten der Sinn wahrlich zu aller Letzt. Nur ein kleines Teil war zur sofortigen Notbehandlung der Stichfolgen geeignet.

Maria bannte alles auf Video. Die Lustosierten schien das überhaupt nicht zu interessieren. Sie stillten ihren Hunger in totaler Selbstvergessenheit. Da überkam es auch  Maria. Warum eigentlich sollte ausgerechnet sie zu kurz kommen? Wo gerade diese neuen Spanner aufgetaucht waren? Mit sich beulenden Shorts und nichts begreifenden Mannsgesichtern? Also weg mit dem Slip und hoffentlich taugte die Dämpfungscreme doch nicht. Maria rannte los. Längst war die Videokamera umgekippt. Das Mikrofon hatte der Sandstrand verschluckt, als wäre auch er eine Frau.

Von all dem erfuhren die Vorstandsmitglieder nichts mehr.

In der Überzeugung, den Weg zu einem Stück mehr Macht gebahnt zu haben, erhoben sie sich nach mehrstündiger Beratung über Investitionsumfang und Profitaussichten von ihren Plätzen. Vögmann sprang dienst- und nun auch beförderungsbeflissen vor den anderen her, riss die schallschluckende Tür auf und ... wurde von der splitternackten Chefsekretärin an der Spitze entfesselter Frauen abgefangen.

Die unbeschreiblich angenehme Lustos-Seuche verbreitete sich in Windes- bzw. Flohsprungeile über die ganze Welt. Zwar versteckten sich vorübergehend vereinzelte unbenutzte Männer in unwegsamen Gegenden vor dem triebhaften Rausch der sie jagenden hemmungslosen Lustosinen. Aber sie kamen mehr oder weniger freiwillig zur Vernunft. Konnte man sich denn ein schöneres Ende für die menschliche Rasse vorstellen? Sich einmal noch in konzentrierter Dauerextase erheben und dabei keinen Hunger, keinen Durst spüren, sondern Herzversagen? Richtiger, dieses eben nicht mehr spüren?

Schade eigentlich nur um die Pulices libidinosi. Die menschenmarktfreundlich Lustos® Genannten starben an Wirtsmangel aus, bevor die Natur sie an die veränderte Umwelt anpassen konnte.



Slov ant Gali


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31. Januar 2008 4 31 /01 /Januar /2008 22:47
ausgang

sie steht 
als wäre es
völlig normal
vor mir
diese uniform
diese
kampfuniform
tarnfarben
mit deutschen ärmeln


sie küsst
ein mädchen
und bleibt mir
feind
im besetzten land

(slov ant gali)
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30. Januar 2008 3 30 /01 /Januar /2008 11:02



Frei?


Ich komme nicht los
Von meinen zwei Schatten
Von der Sonne der eine
Der andere vom Mond



Jürgen Polinske
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30. Januar 2008 3 30 /01 /Januar /2008 10:56


Alles


Die Stadt schreibt mir
an den asbestgrauen Horizont:
Kammerspiele - Charitè - Deutsches Theater
und
-
Schreite ich vorwärts
ich sehe versinken
Alles
Standpunkt
abhängig


Jürgen Polinske
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