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germanist 

 

marbach Germanistik im Netz - Virtuelle Fachbibliothek Germanistik  

Gegen deutsche Kriege

27. Mai 2013 1 27 /05 /Mai /2013 12:05

 

Schon als zarter Knabe hold

hab ich eines nur gewollt:

Reichster Mann auf Erden sein!

Ließ mich aufs Gewinnspiel ein

um das viele schöne Geld

auf der großen weiten Welt.

 

Idealer Lebenszweck:

Borstenvieh und Schweinespeck,

Münzen, Noten, Wertpapier,

zum Befriedigen der Gier

eine große Knechteschar

und ein Hofstaat wie ein Zar.

 

Nur der Mensch bringt mir nicht viel

in dem Maximierungsspiel.

Er ist faul und kostet Geld,

hier wie in der Dritten Welt.

Ich ersparte mir den Lohn,

hätt ich endlich einen Klon.

 

Klar, der Mensch ist Konsument,

wie man Dümmeres nicht kennt.

Ich verkauf ihm Scheiß für Gold,

schließlich hat er's so gewollt,

Weiber, Wein und Comedy,

Massenvieh fürs Massenvieh.

 

Doch ist manches Exemplar

leider nicht berechenbar.

Mag der Mensch auch träge sein,

fängt er doch mal an zu schrein.

Michel wurde Demokrat,

Meinhof schritt zum Attentat.

 

Zeit wird's, dass die Wissenschaft

mir den Roboter erschafft,

der aus Fleisch und Blut besteht,

kaufen, saufen, raufen geht

und der fraglos und beglückt

auf die roten Knöpfe drückt.

 

Denn für jede Superdrohn

gibt's für mich nen Extralohn.

Könnt es so nicht immer sein?

Bringt mir einen Antrag ein

morgen früh ins Parlament,

wenn noch das Gewissen pennt!

 

Nun flink das Teufelszeug gebaut

aus blankem Stahl und brauner Haut!

Die Masse fertigt im Akkord

die Güter für den Massenmord

und brüllt dazu Victoria

vom Belt bis Südwestafrika.

 

Und bald hab ich es geschafft,

hab genug zusammgerafft,

sag der Masse Mensch Ade,

hinterlass ihr fürs Souper

einen kahlen Erdenball

und entfleuch ins Weltenall.

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24. Mai 2013 5 24 /05 /Mai /2013 11:57

Als ich dich verlassen musste,

fiel mir der Verlust nicht schwer.

Ich wollte nur noch fort

von der zerstörten Stadt.

 

Und nach dem Krieg -

da wars die Einsicht in Gerechtigkeit,

dass ich nicht wieder

zu dir konnte.

Und ich war jung

und hatte andre Träume,

als mich nach dir zu sehnen,

du fernes Land aus meiner Kinderzeit.

 

Erst mit den Sinnen

des gereiften Lebens,

da spürte ich, wieviel von dir

in meinem Lachen ist

und meinem Weinen

Ich bleib ein Teil von dir

und trage dich in mir,

selbst wenn ich dich nicht wiederseh.

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5. Mai 2013 7 05 /05 /Mai /2013 06:00

Liebe Freunde,

heute feierte unser langjähriges Mitglied Alois Hallner nicht seinen, sondern den Geburtstag von Karl Marx. Er würde sich sicherlich freuen, wenn ich ihm diese Buchvorstellung widmete...

Es ist wieder Zeit für Utopien

Es reicht nicht, jene einzelnen Stückchen des "Kapitalismus" nicht zu wollen, die gerade am meisten weh tun. Es reicht nicht einmal, den Kapitalismus insgesamt nicht zu wollen. Wir müssen auch etwas Anderes, Alternatives bewusst wollen und darauf hinarbeiten.

Warum „Gemeinschaft der Glückssüchtigen“?

 

Man führe sich das einmal vor Augen: Da verteufelt der dieses Deutschland repräsentierende (!) Prediger Gauck das einfachste Gefühl, das jedem denkenden Menschen gegeben ist, das Gefühl, glücklich zu bleiben oder werden zu wollen, als Sucht! Nur weil sich „die Masse“ der Menschen nicht vorstellen möchte, dass ihre Nächsten aus den Kriegen um Rohstoffe, die ihnen nicht gehören, als Leichen in die „Heimat“ zurückgebracht werden ...

Slov ant Gali hält das Streben nach Glück für zutiefst menschlich. Also stellt er die Frage, unter welchen Bedingungen die meisten Menschen die größte Chance auf ihr ganz individuelles Glück hätten? Dabei bezweifelt er, dass die heutige Gesellschaftsform, egal, ob „Kapitalismus“ oder „Marktwirtschaft“ genannt, also jene Art des Zusammenlebens, bei dem das Glück des einen auf dem Unglück mehrerer anderer beruht und eine Ware unter vielen wird, die man sich leisten können muss, dass also eine solche „Gesellschaft“ der Weisheit letzter Schluss ist.

Slov ant Gali verteidigt keinen Kampf für einen abstrakten „Kommunismus“. Was ist das denn? Wann wäre er wert, für ihn die Finger krumm zu machen? Doch wohl nur dann, wenn er eine glücksbringende Gesellschaft wäre. Was zu beweisen wäre ...

Konkret untersucht der Autor die Bedingungen, unter denen wir am wahrscheinlichsten alle glücklich zusammen leben könnten. Zum Beispiel, wodurch endete die Angst vor Krieg und Raub, vor Konkurrenz und Ellenbogen.

Was also ist warum der Nährboden, auf dem Glück fruchtbar reifen kann? Ant Gali meint, dass es Kriege gibt, das ist das Glücksfeindlichste. Aber wie werden Krieg - und damit auch Frieden - zu Fremdworten? Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Gründen für persönliches Unglück, die trotzdem nicht in der Macht des einzelnen liegen: Wann bereitet zum Beispiel „Arbeit“ am wenigsten Stress, macht nicht krank?

Wenn alle süchtig nach Glück sind und es trotzdem – oder deshalb? - nicht erreichen, dann muss doch etwas falsch organisiert sein. Können wir wirklich nichts Anderes tun, als mit entrücktem „Ommmm ...“ jeder für sich allein zu versuchen, die Welt um uns zu vergessen?!

Der Autor denkt DOCH, WIR KÖNNEN. Mit seinem Buch wagt er sich an Herleitungen für eine Gemeinschaft, die das Entwicklungsniveau unserer Wissenschaft und Technik bereits ermöglichen würde. Er mischt dabei Autobiografisches, Poetisches, Fiktionales mit wissenschaftlicher Logik.

Der Umgang der Menschen insgesamt miteinander ist krank, so krank sogar, dass wir erst neu danach suchen müssen, was denn gesund wäre. Denken wir kreativer! Bereiten wir unsere „Gemeinschaft der Glückssüchtigen“ vor.

 

 

http://4.bp.blogspot.com/-tEpx8tnzDHQ/UXZDMUHCj4I/AAAAAAAAAVA/R_e5SzzUzxc/s390/GdG.JPG

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3. Mai 2013 5 03 /05 /Mai /2013 15:03

Verhalten spürt Marlies Schmidl den Verletzungen der Kriegsgeneration nach, indem sie sich zurückbegibt in die Perspektive des Mädchens, das sie war: ein Nicht-Begreifen in ihren Gedichten, ein Blick, der ohne zu werten, sensibel verzeichnet, was übrig geblieben ist.
Marlies Schmidls Kriegsgedichte sind eine nachdenklich machende Lektüre, die in ihrer unaufdringlichen Art viele Fragen aufwirft.
Sie werden nicht nur diejenigen bewegen, die den Krieg erlebt haben. 

 

http://www.buchhandel.de/WebApi1/GetMmo.asp?strKey=978-3-941216-29-7&nMvbKennNr=65859&strImgSize=M&isNotice=1

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30. April 2013 2 30 /04 /April /2013 13:57
Die gelben Schafe

Es gab einmal eine Zeit, da lebten friedlich weidende Schafe in einem abgelegenen Tal zwischen Bergen, die an sonnigen Tagen den Himmel kitzelten.
Eines Tages kamen dort drei Bergsteiger an, und weil sie hungrig waren vom langen Aufstieg und dem Abstieg in warmer Mittagssonne, nahmen sie einen Eispickel und schlachteten eines der ahnungslos grasenden Tiere. Zum ersten Mal seit Schafsgedenken wurde die wütend. Sie drängten sich eng aneinander, hielten Rat, was zu tun sei, und schon nach kurzer Zeit trampelten Schafsklauen auf die Bergsteiger zu, sodass diese in heilloser Flucht über die Berge davonrannten.
Nicht viel später aber kamen sie zurück, begleitet von drei Hunden. Die rannten um die Herde herum und wirkten sehr bedrohlich. Wo immer sich die Schafe zusammenfanden, um sich abzusprechen, wie sie sich wehren könnten, übertönte das Hundegebell ihr schüchternes Blöken und einzelne von ihnen wurden aus der Herde abgedrängt und von ihren Schwestern und Brüdern nie wieder gesehen. Es hieß nun, Schafe seien dafür da, dass Menschen etwas zum Essen hätten und um sich vor der kalten Luft zu schützen.
Eines Tages jedoch stritten sich zwei der Hunde um ein besonders schmackhaftes Stück Schafsfleisch, das ihnen die Schäfer hingeworfen hatten. Das nutzten die Schafe aus. Ein leises Blöken von Tier zu Tier machte die Runde und dann rannten alle gemeinsam auf den dritten, den einzigen Wache haltenden Hund zu, und ihr Trampeln war viel lauter, als der hätte ihnen Angst einflößend kläffen können. So geschah es, dass drei Schäfer und zwei Hunde über den Bergkamm flohen, und die Herde friedlicher Schafe den dritten Hund in einer Mulde begrub.
Irgendwann aber da kamen neue Schäfer, wieder begleitet von drei Hunden, die sie sorgsam an Ketten gelegt hatten. „Ihr lieben Schäflein“, riefen sie, „ihr werdet auf dieser Welt niemanden finden, der es besser mit euch meint als wir. Merkt ihr es denn noch nicht: Jetzt, wo die Sonne so fürchterlich brennt, schwitzt ihr gar jämmerlich. Euer Fell juckt und ihr wäret sicher glücklicher, wenn wir euch davon befreiten.“
Da vergaßen die Schafe die Zeit, als sie frisch geschoren bitterlich gefroren, und sie träumten davon, die Last ihrer Wolle abgenommen zu bekommen. Die Schäfer fuhren fort: „Und den Schmerz in euren Eutern können wir euch auch nehmen.“ Die Schafe sahen einander an. Ja, die Euter waren längst daran gewöhnt, immer wieder gemolken zu werden. Sie hatten mehr Milch, als die Lämmer soffen.
Wir möchten euch ja nur warnen“, fuhren die Schäfer mit weichen Stimmen fort. „Das Schlimmste für euch wären gelbe Schafe in eurer Herde. Schwarze kennt ihr und sondert sie aus. Aber gelbe?! Die müsste man unbedingt scheren und melken und ihre Lämmer schlachten und überhaupt bedürfen sie der Hunde, die ihnen im Auftrage kluger Schäfer zeigen, wohin sie laufen dürfen und wohin nicht, damit sie euch nicht verderben. Das seht ihr doch ein?“
Den armen Schafen wurde ganz unheimlich zumute: Gelbe Schafe … Wie bedrohlich das klang! Ja, gegen gelbe Schafe musste man etwas tun. Und so freuten sie sich auf den Schutz durch kluge Schäfer.
Entscheidet selbst“, beschworen sie die Männer, „wollt ihr, dass wir uns mit unseren Händen, unserer Schere und unseren Hunden um die gelben Schafe kümmern?“
Die Schafe aber, die noch nie zuvor von gelben Schafen gehört hatten, blökten zustimmend. Schon tauchten neue Bergsteiger zwischen den Gipfeln auf. Einer von ihnen wies sich aus als „Fachmann für schafspezifische Erkrankungen“, man dürfe ihn Arzt nennen und er werde nun ein Schaf nach dem anderen untersuchen. Jedes von ihm in Augenschein genommene Schaf aber bekam ein Zertifikat umgehängt. Darauf stand: „Gesund, aber farbenblind“.
Nun wurden sie, wieder einzeln, zum zweiten neuen Bergsteiger geschickt, auf dessen Visitenkarte stand: „Unabhängiger Spezialist im Institut zur Begutachtung visuell erkennbarer Abnormitäten in regional abgelegenen Schafspopulationen“, worunter sich keines der Schafe etwas vorstellen konnte. Jedem jedoch erklärte der Spezialist mit trauriger Stimme, aber was noch wichtiger war, er hängte es ihm als Schild um, damit es alle anderen Schafe lesen konnten: „Dieses Schaf ist gelb.“
Wie entsetzt betrachteten einander nun die Schafe! Mal schauten sie sich aufs Fell, mal auf jenes Dokument, das in verschnörkelter Schrift überschrieben war mit „Gutachten“. Noch vermeinten sie zwar, Ihresgleichen zu sehen, die weiß, wenn auch leicht verschmutzt waren, aber wenn dort stand, sie seien gelb, dann waren sie es wohl.
Wie leicht hatten es nun die Hunde, die sie und die anderen Schafe fürchtenden Schafe dorthin zu treiben, wohin die Schäfer sie haben wollten. Als die ersten Lämmer herangewachsen waren, bedurften sie des Gutachtens nicht mehr: Sie hatten längst gelernt, dass sie gelb waren – und was das bedeutete. Und sollte es eines nicht gleich glauben wollen, so wurde es geschlachtet oder es kam aus dem großen schönen Haus der Gutachters überzeugt zurück, gelb und farbenblind zu sein.
Und wenn sie nicht gestorben sind, … dann schlachten die Schäfer noch immer zu Ostern nur Lämmer mit gelbem Fell, und sie scheren Schafe, wenn auch nur noch zum Vergnügen für Nichtschäfer, denn die Zeit, da sie sich in die warme, aber grobe Wolle der gutmütigen Tiere hätten hüllen wollen, ist längst schon Vergangenheit .... 
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26. April 2013 5 26 /04 /April /2013 13:48

Liebe Mit-Autoren,

 

gestern wurde der Vorschlag gemacht, das diesjährige Sommerfest unseres Autorenkreises am Freitag, dem 19. Juli, an bekanntem Ort mit bekannten "Gepflogenheiten" durchzuführen.

Diejenigen, die gestern nicht dabei waren:

Falls ihr am 19.7. absolut nicht könnt, meldet euch am besten schnell bei KD - am besten mit möglichen Alternativen. (auch möglich: hier einen Kommentar hinterlassen ...)

Ansonsten tragt den Termin in eure Kalender ein, damit ihr nicht in den kommenden Wochen anderweitige, aber vermeidbare Termine annehmt!

 

Zur Erinnerung: Die im Moment aktuelle Jahresterminübersicht 2013 hier: http://friedrichshainer-autorenkreis.over-blog.org/pages/Termine_Lesungen-169181.html.

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7. April 2013 7 07 /04 /April /2013 20:16

 

 
das klare wasser
spiegelte

den wölfen

menschengesichter
entgegen

da heulten sie

ihr leid

zum mond

als sie danach aber
ihre fänge

im wasser kühlten

und den durst löschten
waren sie wieder
wölfe

am waldrand


wir belachten

am lagerfeuer

die abwegige fantasie

des fabulierenden indianers


welch unsinn

klares wasser

da hätte kein wolf

geheult

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3. April 2013 3 03 /04 /April /2013 20:12

Im Zimmer

Der leere Stuhl

Auf kaltem Boden

Mein Herz gefriert

 

Mit dem Rücken

an der Wand

Stehe ich starr

In der Stille

DANACH

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30. März 2013 6 30 /03 /März /2013 20:06

Spätlicht flutet

Golden den Wald

Streckt den Schatten der Bäume

Verlässt den müden Bergkamm

Ich bleibe

Im Dunkel

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17. März 2013 7 17 /03 /März /2013 15:55

Ich schlage mich durch

Tiefes dunkles Tannendickicht

Mit zerzausten Haaren

Mit zerkratztem Gesicht

Gelange ich auf eine

Lichtung und

Finde die besten Pilze

 

Ich schlage mich durch

Tiefes dunkles Wörterdickicht

Mit zerzausten Gedanken

Mit zerkratztem Gehirn

Gelange ich auf eine

Lichtung und

Finde die besten Gedicht

 

V i e l l e i c h t


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