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germanist 

 

marbach Germanistik im Netz - Virtuelle Fachbibliothek Germanistik  

Gegen deutsche Kriege

28. Februar 2013 4 28 /02 /Februar /2013 13:35

Warum bestürzt mich

mein eiliger Schritt?

Das Übersehen tausendfach

entblättert die Bäume.

 

Ich hörte die Blätter

sich wiegen.

Stille jetzt, Stille nur,

ohne das Schwingen der Seele.

 

Es gibt ihn noch,

den Wind,

und ich sehe,

wie er singt in den Bäumen.

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4. Februar 2013 1 04 /02 /Februar /2013 11:12
wirzeit
weltraumkalt
unsere liebe
erfroren
kristalle atmen
ins leere
nichts
trägt mehr
töne
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31. Januar 2013 4 31 /01 /Januar /2013 16:01

In einem vollen Eisenbahnwagen zweiter Klasse sitzt eine junge Frau mit ihrem Kind, das heißt, sie sitzt eigentlich allein, denn der Knabe tobt unablässig durch den Wagen und belästigt die anderen Fahrgäste. Eine Frau, der der Bengel gerade vor das Schienbein getreten hatte, beschwert sich bei der Mutter und verlangt, den unruhigen Geist endlich zur Räson zu bringen.

Da ist sie aber an die falsche Adresse geraten, denn Mama reagiert ziemlich empört auf das Ansinnen: "Mein Sohn wird antiautoritär erzogen. Das heißt, er kann tun und lassen, was er will. Geben Sie doch mehr acht auf ihre Beine!"

Bei der Einfahrt in den nächsten Bahnhof erhebt sich ein Kaugummi kauender Mann, der zwei Sitzreihen weiter scheinbar unbeteiligt gesessen hatte. Er nähet sich der Mutter des unbändigen Kerlchens, nimmt im Vorübergehen den Kaugummi aus dem Mund und klebt ihn der Frau mitten auf die Stirn. "Verzeihen Sie", sagt er, leicht grinsend, "auch ich wurde antiautoritär erzogen." Sprachs und stieg aus.

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14. Oktober 2012 7 14 /10 /Oktober /2012 12:53

 

Stolz lag sie, die deutsche Eichel,

nach ihrem Fall

vom edlen deutschen Eichenmutterundvaterbaum

auf der Straße

in die Zukunft,

als deutsche Eiche von Unbesiegbarkeit zu künden,

auf dem Weg des deutschen Wesens

in die ungenesene Welt.

An ihr hing noch, merklich angebräunt,

welch sinnreiche Fügung der Natur,

ein Eichenlaubblatt.

 

Nicht ahnend, welch Kulturschande er damit beging,

fuhr ein russischer Fahrzeughalter

mit seinem koreanischen Ölmobil

die deutsche Zukunftseichel

in Krümel.

Zu welchem Volk erst

mochte der Arbeiter gehören,

der die Straße von dem reinigte,

was er für Dreck hielt?

Ein Deutscher?

Nein!

 

 

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5. Oktober 2012 5 05 /10 /Oktober /2012 14:26

 

zur Cita de la poesia 2012 (Spanien im Herzen 1936-39)

 

Hölderlin verliebte sich, läse er Neruda, seine Zeilen

aus „España en el corazon“

 

Liebe im Geruch von Pulverdampf

und Schweiß,

der Sonne wegen und der Angst,

Blut und Blei zu schmecken,

dass starr die Zunge,

die soeben, in der Fluglärmpause,

vor dem Krachen neuer Bomben

buchstabieren übte

und Lorcas Lieder schickte,

zum Feind hinüber, in den Graben.

 

Zerbombt der Sänger Haus,

und die lesen lernten

erschlagen, erschossen, verscharrt.

Spaniens Erde ist unruhig,

einen traurigen Takt klappern Kastagnetten, die Knochen.

Sie tanzen Flamenco, begleitet

von Gitarren, zerschlagen.

Lorca, Lorca, dein Name ist schon Musik,

Gräser und Flüsse wogen, ein Puls ist der Rhythmus des Winds.

Finstere Romanzen dringen ins Licht, von der Diotima der Dichter eine

und eine von einer Roma, die vom Gold der Mauren weiß,

tief unter der Alhambra,

in Spaniens Herzen.

Ja, so verliebt sich Hölderlin… 

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24. August 2012 5 24 /08 /August /2012 16:28

 

Wenn 

kein HERR diktierte

und jeder Apfel

Erkenntnis brächte,

stürbe kein Traum.

Unter Verwilderndem,

wären wir wieder zurück

und ER

bliebe nicht mehr

allein.

 

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19. August 2012 7 19 /08 /August /2012 16:21

und wieder verging

ein pettingtag

sie erwartete von ihm

erfüllung

er versprach

liebe im

ewigkeitsmodus

sie pflegte ihre hoffnung

guter hoffnung zu werden

er fand sich nicht

in ihr

in ihren blogs

steht viel

über die tage

an denen wieder

nichts geschah

unmerklich

hörten beide auf

vom anderen

etwas zu erwarten

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10. August 2012 5 10 /08 /August /2012 18:06
mir tropft
letzte mohrenschminke
auf die krawatte
scheintoten blicks
träume ich
von der zeit
in der du
deine mahagoni gefärbten
schamhaare
auf meine trotzglatze
drapiertest
ich reiße
das augustblatt
vom kalender
im schatten unserer buche
suche ich
mahagonilaub
nach dir
kommt oktober
wird der boden
vorfäulnisbunt
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29. Juli 2012 7 29 /07 /Juli /2012 13:04

Bis Donnerstag ist wohl genug Zeit.

Also hiermit zur Erinnerung:

 

Jeder wollte seine Beiträge einreichen, was in unserer Jubiläums-Anthologie Platz finden könnte. Es wäre schön, wenn das am Donnerstag da wäre ...

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28. Juli 2012 6 28 /07 /Juli /2012 08:19



Bäume werfen
Farben in meine Gefühle
In meine allerletzten
Ich verbrauche sie
Jetzt
Da noch Zeit ist

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