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germanist 

 

marbach Germanistik im Netz - Virtuelle Fachbibliothek Germanistik  

Gegen deutsche Kriege

27. Juli 2012 5 27 /07 /Juli /2012 08:24

 

 

nach Motiven von Robert Göbel

 

 

Wo Elb und Havel innig auen,

ist Land, wo Frösche glücklich schauen,

bis dann die Störche wiederkommen

zum Wadenbiss für all die Frommen.

 

So mancher Frosch hat nichts zu zappern,

sobald die Storchfamilien klappern.

Die machten Rühstadt weltbekannt

vom Prignitz- bis ins Kongoland.

 

Von dort ist Rudi heim gekommen

und hätt sich gern ne Frau genommen.

Doch steckten noch im Storchgefieder

Baluba-Pfeil und Kongo-Lieder.

 

Er hat den Schützen ausgelacht,

den Pfeil als Beute mitgebracht.

Er muss vor jeder Störchin protzen,

welch Widrigkeiten er konnt´ trotzen.

 

Die Konkurrenz, die ist sehr groß

um Platz für den Familienschoß.

So manches hohe Wagenrad

ward schon besetzt von andren grad.

 

Die Menschen hatten bald entdeckt

den Pfeil, der in dem Rudi steckt.

Sie machten ihn sofort zum Held

als Immigrant aus Kongowelt.

 

Mit deutscher Überlebenskraft

hat er solch langen Flug geschafft.

Doch keine Störchin zeigte Willen,

des Rudis Brüterlust zu stillen.

 

So schloss der Rühstadt-Dorfverein,

das darf nicht Rudis Ende sein.

Im Kongo beinah´ eingetopft

wird er bei uns nun ausgestopft.

 

So können wir der Welt vermelden,

in Rühstadt gibt´s nen deutschen Helden,

Wir singen laut ihm ein Te Deum

im heimatlichen Dorfmuseum.

 

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25. Juli 2012 3 25 /07 /Juli /2012 08:17



Mein Kummer
Legt sich
Auf ein weißes Blatt Papier
Eine halboffene Tür
Führt hinab
In mein
Wundes Herz
Tiefer Kummer

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24. Juli 2012 2 24 /07 /Juli /2012 08:22

 

 

Die Woche hat begonnen,

das Glück ist mir zerronnen,

allein ein Kater blieb zurück.

Die Mahnung von der Steuer

samt deinem Bild im Feuer

von dir und mir ein großes Stück.

Ich bin so melancholisch,

mir ist auch gar nicht wohlisch

die Zeit mit dir war wunderbar.

Nun hast du mich verlassen,

ich kann es gar nicht fassen,

dass alle lachen, hell und klar

 

Bald merke ich indessen

man hat mich nicht vergessen

der Kuckuckmann steht an der Tür.

„Wann zahlen Sie denn endlich,

Ich schau mal, was hier pfändlich.“

Wen wundert´s, dass ich Sehnsucht spür …

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22. Juli 2012 7 22 /07 /Juli /2012 08:16


Das Blut in den
Adern der Stadt
Hämmert
Unaufhörlich
Gnadenlos
Den ohrenbetäubenden Rhythmus
Erbarmungslose Hektik
Ach, dieser Schmerz
Reißt mir die Haut vom Leib
Loses Fleisch und das Hirn
Schreien, schreien, schreien
Nach
Stille, Stille, Stille
Vergeblich!
Mein Verstand flieht
In den Himmel
Hoch
Über die Stadt

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7. Juli 2012 6 07 /07 /Juli /2012 07:32

er forderte freiheit

als freiheit der

anders denkenden

denn er dachte 

anders

 

dann kam der moment

da dachte er

denen gleich

die nicht

anders denken

wollten

 

wer fordert

nun

die freiheit der

anders denkenden?

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26. Juni 2012 2 26 /06 /Juni /2012 17:46

Es lag auf der Wiese begehrend vereint

die Liebe, tentakelt vom Hass.

Sie stöhnte und lachte und hat auch geweint

und geleert lag am Rande ein Fass.

 

Sie zeugten im Mitternachtsmondenschein

ein mit Wahnsinn beladenes Kind.

Ich weiß, es konnt nur ein Dichter sein,

alles sehend und gleichzeitig blind.

 

Er kaut auf der Wahrheit vergeblich herum,

mit Zähnen von Süßem zernagt.

Das Leben scheint ihm Martyrium,

der Pegasus schwach und betagt.

 

Doch wird über Menschen erst gerichtet,

ist keiner mehr da, der weint, hofft und dichtet. 

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8. Juni 2012 5 08 /06 /Juni /2012 07:07
 

Es lebte einmal im riesigen Ozean ein salziger Tropfen. Als Kind hatte er sich einen Namen gewünscht. Aber es gab ja so viele Tropfen um ihn herum und viele waren so salzig wie er. So wollte ihm niemand einen Namen geben und der Tropfen fühlte sich unnütz. Er wusste nicht mehr, warum und seit wann er salzig war, aber er erinnerte sich gut, wie ihn vor langer Zeit ein junger Schwimmer ausgespuckt hatte. "Ist das hier salzig!", hatte der gerufen und "Ih!" Seit jenem Tag hatte der Tropfen immer wieder in den nassen, vom Tang angegriffenen Seiten des großen alten Buchs von Mutter Natur geblättert. Endlich fand er etwas, was ihn glücklich machte. Salziges Wasser, so hatte da gestanden, hält Schwimmer an der Oberfläche des Meeres. Erst wenn es zu viel gäbe vom Salz, würde aus dem Meer von Leben ein Totes Meer.

Von nun an achtete er in der Nähe der felsigen Insel auf die Schwimmer, die bei Sonnenuntergang ein letztes Bad im Ozean nahmen. Er schob sich heimlich unter sie und war nun ein richtig stolzer, weil salziger Tropfen. Alle Schwimmer blieben an der Oberfläche. Keiner ging unter.

An einem Tag, an dem Wolken den Sonnenuntergang versteckten, tauchte der Tropfen das erste Mal unter eine Schwimmerin, die er bald heimlich seine kleine Nixe nannte. Wie war die keck: Lange, ganz lange hatte der salzige Tropfen gebraucht, um zu begreifen, dass sie mit Absicht in des Wassers Tiefe tauchte, um den lieblichen Gesang des Meereschores zu vernehmen. Trotzdem schob sich der Tropfen weiter unter sie, um sie mit all seiner Kraft hoch zu drücken. Es konnte ja sein, sie schaffte es nicht allein und dann wäre seine Stunde gekommen. Manchmal blieb er noch einen kurzen Augenblick an ihrer Haut haften, wenn sie, ihr Bad beendend, längst wieder festen Grund an den Fußsohlen spürte. Er wusste es ja: Bevor sie das Ufer erreichte, schüttelte sie sich noch einmal kräftig. Dann fiel er zurück zwischen die vielen anderen Tropfen. Er war bereit, die Stunden zu warten, bis er wieder auf seine Nixe aufpassen musste. Natürlich hätte er nicht müssen, aber er wollte müssen; also tat er es.

Eines Nachts, als der salzige Tropfen träumend in Ufernähe an der Oberfläche des Ozeans trieb, sah er, wie die Nixe die äußere ihrer zarten Häute zum Trocknen auf ein Gestell hängte. Wie sie da zu ihrer Hütte lief, ungeschützt durch die alltägliche Außenhaut, leuchtete sie heller als der an diesem Abend den Strand beobachtende Mond. Das machte den Alten oben ganz neidisch. Kaum war die Nixe nicht mehr zu sehen, sprang er von seinem Himmelsplatz herunter, griff sich die trocknende Haut und leuchtete nun selbst viel heller, weil ihm ein dreister Raub gelungen. Der salzige Tropfen hatte zwar alles gesehen, doch er konnte nichts tun und keine Sprache war ihm gegeben, der enthäuteten Nixe zu helfen.

Tagsüber verdeckte sie ihre empfindsamen Stellen durch künstliche Häute, die den kitzelnden Wind abhielten, die sengende Sonne und die Blicke der Männer der Insel. Abends aber, wenn der Wind und die Sonne und die meisten Männer bereits schliefen, legte die Nixe ihre falschen Häute ab und stieg wie gewohnt zum Bad in den Ozean. Sofort war der salzige Tropfen zur Stelle, schob sich unter die heimlich Geliebte, die ja nun, so meinte er, seines besonderen Schutzes bedurfte. Er musste ihr nur nahe genug sein, um schnell und fest zuzugreifen und sie an der Oberfläche zu halten.

Aber oh Schreck: Der Tropfen hatte die Unterhaut berührt und die Nixe schrie auf vor Schmerz. Wie das brannte! Das war bestimmt das Salz im salzigen Tropfen. Die gequälte Nixe rannte zum Strand zurück und blickte entsetzt zum Wasser. Dort würde sie nicht mehr hineingehen.

So sehr der kleine salzige Tropfen in der Nähe des Ufer durchs Wasser schwamm - was sollte ein Tropfen im Ozean schon anderes tun - er bekam seine Nixe nicht wieder zu Gesicht.  Da weinte er viele kleine salzige Tränen. Jammernd dachte der Tropfen darüber nach, ob und wann denn der Nixe eine neue Haut wüchse, damit er sie wieder beschützen könne. Aber im Buch der weisen Natur waren die Stellen, an denen eine Antwort gestanden hatte, vom Schlick verwischt.

Der einsame salzige Tropfen wartete noch viele Nächte vergeblich unter dem schadenfrohen Grinsen des Mondes. Eines Morgens beschloss er, seinem nutzlos gewordenen Leben ein Ende zu setzen. Er warf sich in die Luft und ließ sich von sengenden Sonnenstrahlen, die mit liebestollen Windhosen spielten, in Dunst verwandeln. Von nun an schwamm er im Wolkenmeer. Nichts Anderes wünschte er sich, als einmal noch auf seine Nixe zu treffen. Er träumte es so laut, dass der Wind drehte. Der Tropfen ahnte nicht, wohin er getrieben wurde. Er fror in heimatferner Höhe, bis er als Regentropfen auf der Hütte der Nixe landete. Aber das ist eine ganz andere Geschichte, denn inzwischen war der salzige Tropfen zwar noch ein namenloser, aber kein salziger Tropfen mehr.

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31. Mai 2012 4 31 /05 /Mai /2012 18:02


die Schabe flieht nicht das Licht

und der Tag ist so hell

 

Eine Ameise umrundet sie

berührt sie am hinteren Beinpaar

berührt ihre Fühler

läuft rückwärts dann

mehrfach -

Warum nur folgt ihr die Schabe

 

Das Ameisenvolk wird tanzen

bei so viel Proviant

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25. Mai 2012 5 25 /05 /Mai /2012 18:03


 

Im Tal zog Nebel auf / Ein schlechtes Zeichen zu so früher Stunde / Am Parkplatz unterm Gipfel setzte Regen ein / Regen, Regen, Regen - ein Regen, kalt wie im November in Berlin / Wolken im Gesicht, grau und trist, wie einst Soho, undurchdringlich / Als die Wolken aber über unsre Köpfe stiegen, für einen Augenblick – eine Einsicht hatten wir frei:

 

Schmierseife ist stumpf

gegen den nassen Grund auf Basalt

Der Wind ist kein Freund

nicht im Rücken

nicht von vorn

Wie dick auch die Sohlen

unter den Füßen

wir spürten des Vulkans leises Grollen

der uns doch nur

seine kalte Schulter gezeigt

 


1 Der Vulkan der Insel

 

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18. Mai 2012 5 18 /05 /Mai /2012 19:10

manchmal möchten wir
unser Leben ablegen
wie ein schweißgerüchiges
suppenfleckiges Kleid

vor dem Kochwaschgang
malen wir uns aus
unsere Kleider liefen ein
dann bräuchten wir neue

aus dem Trockner
kommen sie
warm und weich

Tage danach
ärgert dich das deine
juckt mich das meine
sehen unsere Spiegel
Reste widerwillig gelöffelter Suppe
warten wir
auf unsere Stunde im Waschsalon

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