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germanist 

 

marbach Germanistik im Netz - Virtuelle Fachbibliothek Germanistik  

Gegen deutsche Kriege

17. Oktober 2014 5 17 /10 /Oktober /2014 07:16

Hinz und Kunz wie Königskinder,

lebten viele gute Winter.

 

Hinz, der Fleischer, reinigt Därme,

Kunz, der Heizer, sorgt für Wärme.

 

Hinz und Kunz sind voller Schwung,

Arbeit hält sie beide jung.

 

Krise kommt im schnellen Schritt,

reißt die zwei ins Elend mit.

 

Heute sitzen sie im Winter,

vor Kaiser’s Markt wie Bettelkinder.

 

 

 

 

Robert Göbel, 21.12.2011

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14. Oktober 2014 2 14 /10 /Oktober /2014 07:14
Nachtisch 

Frei nach Georg Kreislers Gedicht „Kunst“


 

Da wundert man sich über gar nichts mehr!

Der Papst wäscht mir die Füße,

und General Klein von der Bundeswehr

schickt mir Bomben statt Grüße.

 

 

An Sträuchern und Bäumen wächst süßer Reis

und die Schafe werden blau.

Erfunden wurde der eckige Kreis

und mein Kater grunzt wie nee Sau.

 

 

Und ein Hartzer hat meine Schulden bezahlt,

und ein Banker wurde gehängt,

und der Hinz und der Kunz und mein Rechtsanwalt

haben mir einen Bückling geschenkt.

 

 

Ein Frosch hat genau vor dem Reichstag gequakt,

dann hat er die Merkel gefressen

und mir eine Sauerei gesagt,

ich hab ihn als Nachtisch gegessen.

 

 

Da hört ich es rufen: Ach, das ist alles so schön!

Doch keiner will hör’n wie’s kracht!

Und plötzlich bleiben die blutig stehn,

die eben noch laut gelacht.

 

 

 

 

 

Robert Göbel, 22.04.2010, ergänzt, 22.09.2013

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29. Dezember 2010 3 29 /12 /Dezember /2010 14:47

Nach Mitternacht

 

Endlich! Die Fensterflügel weit.

Davor der Regenvorhang,

um meine Birke im Hof.

Wie ein Seidentuch, 

ein kühler Wind,

umfächelt mich und schiebt,

mit sanftem Druck

die schwule Hitze hinaus.

 

 

Robert Göbel, 04.08.2010

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27. Dezember 2010 1 27 /12 /Dezember /2010 14:46

Die Geliebte erwartet
 

Geschliffene Gläser rausgestellt,
Weiße Vase, rote Rose.

Lächeln heute unverstellt,
Seidenhemd zu schwarzer Hose.
 

Heute die Bugatti Schuhe.
Auf dem Tisch ein Kerzenlicht,
Ich fand das Wort und finde Ruhe.
Dir gehört es, mein Gedicht.
 

 

Robert Göbel, 22.07.2010
 

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5. Mai 2010 3 05 /05 /Mai /2010 17:16


 
Da wundert man sich über gar nichts mehr!
Der Papst wäscht mir die Füße,
und ein Oberst von der Bundeswehr
schickt mir friedliche Grüße.
 
Ein Hartzer hat meine Schulden bezahlt
und ein Banker wurde gehängt,
und der Hinz und der Kunz und mein Rechtsanwalt
haben mir einen Bückling geschenkt.
 
Und ein Frosch hat genau vor dem Reichstag gequakt,
dann hat er die Merkel gefressen
und mir eine Sauerei gesagt,
ich hab ihn zum Nachtisch gegessen

An Sträuchern und Bäumen wächst süßer Reis
und die Störche sind heuer blau
Erfunden wurde der eckige Kreis
und mein Kater grunzt wie nee Sau..
 
Da hört ich es rufen: Ach, ist das schön!
Doch keiner will hör'n, wie´s kracht.
Und plötzlich bleiben die blutig stehn,
die eben noch laut gelacht.


Robert Göbel, 22.04.2010 

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6. Juni 2008 5 06 /06 /Juni /2008 06:32

Vor nicht allzu fernen Zeiten

Entstand ein riesiger Palast.

Verglast von allen vier Seiten,

Gegründet im tiefsten Morast.

 

Nur tausend Tage wurden gebraucht,

Dann stand er für alle offen.

Und viele außer seiner Durchlaucht,

Die haben sich dort getroffen.

 

Der Kubus fügte ordnend sich ein

Ins bestehende Lindenstatut.

Zur Vertikalen sagte man nein.

Sehr heflig war der Disput.

 

Der Bau war horizontal konzipiert

Für Volkskammer und großen Saal.

Viel Gastlichkeit war integriert,

Die Nutzung war universal.

 

So stand er viele Jahre lang

Dem Volk zur Erbauung offen.

Dann kam der eilige Ubergang,

Als ,,Beitritt“ im Hause getroffen.

 

Geschrieben wurde ein Attest,

Um ihn zu schließen für immer.

Er habe viel zu viel Asbest,

Was wäre denn noch schlimmer?

 

Es bildete flugs sich ein Verein,

Die Kaisergetreuen dabei.

Sie schrieben einen Totenschein

Und betrieben Beckmesserei.

 

,,Schleift das rote Ungeheuer,
Her mit dem Riesenkoloss.
Und ist der Nachbau noch so teuer,
Wir woll‘n unser Preußenschloss“.

Robert Göbel, 2003

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7. Januar 2008 1 07 /01 /Januar /2008 17:26
Robert Göbel:
Väterliche Unterweisung im August 1939
über den Umgang mit Stubenfliegen am großen Tisch nach dem Frühstück


Das Fangen mit der Hand
Du musst warten, bis die Fliege am Krümel sitzt. Wölbe deine Hand und schiebe sie bis etwa zwei Handbreit vor die Fliege, entgegen der Flugrichtung auf dem Tisch entlang. Überzeuge dich, dass die Fliege weiter am Krümel leckt.
Jetzt konzentriere dich. Spann den Armmuskel des Fangarmes an, lass blitzartig die Hand vorschnellen und schließe sie.
Die Fliege ist in der Hand. Öffne ein wenig die Faust, bis ein kleiner Hohlraum entsteht. Halte die Hand an dein Ohr. Du hörst es summen.
Hältst du deine Hand zum Fenster raus und öffnest sie, kommt die Fliege zurück.
Wirf sie gegen die Wand. Ist die frisch geweist, dann schmeiß das Biest auf das Linoleum und zertrete es.

Fangen mit einem Glas

Nimm ein Wasserglas. Dreh die Öffnung nach unten und schiebe das Glas geräuschlos zur Fliege auf dem Tisch.
Setze das Glas vorsichtig zwei Fingerbreit vor ihr in Flugrichtung ab. Hebe das Glas zur Fliege ein wenig an.
Schiebe es blitzschnell nach vorn und setze es auf dem Tisch auf. Die Fliege befindet sich im Glas und zeigt ihre Flugkünste.
Schiebe vorsichtig einen Bierdeckel unter das Glas und dreh es um. Du kannst sie aushungern lassen oder Wasser in das Glas füllen.

Fangen mit dem Brotmesser
Fass das große Brotmesser am Griff. Geh um den Tisch, bis du der Fliege seitlich gegenüberstehst.
Lege deine Hand ruhig mit dem Messergriff auf den Tisch. Und jetzt bewege das Messer langsam nach unten, bis die Klinge sich genau zwischen Kopfteil und Hinterleib der Fliege befindet. Pass auf!
Die Fliege darf nicht in Startposition übergehen. Dann entwischt sie. Sie muss sich ungestört fühlen und weiter frühstücken.
Konzentriere dich wieder. Lege den Zeigefinger gestreckt auf den Rücken des Messers und drücke es kraftvoll nach unten.
Geschafft! Die Fliege ist geteilt.

(August 2004)

Vorschläge Programm: allgemein, Frieden/gegen Krieg / makaber-kafkaesk
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