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marbach Germanistik im Netz - Virtuelle Fachbibliothek Germanistik  

Gegen deutsche Kriege

17. Januar 2008 4 17 /01 /Januar /2008 21:45
 

Kürzlich hatte ich einen Mann getroffen,

er wirkte selbstbewusst und offen,

lud auf einen Kaffee mich ein,

da sagte ich nicht nein.

Er erzählte mir, dass er schriebe,

meistens über die Liebe,

und ich antwortete begeistert,

auf diesem Gebiet bin auch ich bemeistert!

Das Gespräch wurde heiter

und ich ging noch ein Stück weiter,

sagte, was ich bisher geschrieben,

handelte von den urmenschlichsten Trieben.

Er bat mich ihm eine Probe zu schicken,

ich zögerte, um schließlich doch zu nicken,

denn er wollte wissen was Frauen fantasieren,

wenn sie sich nicht vor anderen genieren.

 

Am nächsten Tag schloss ich einen Briefumschlag,

in einer Farbe, die ich besonders mag.

Darein legte ich die Geschichte und die Frage,

was er zu einem gemeinsamen Essen sage.

Unterschrieben hatte ich mit einem Kuss,

denn mit Schüchtern ist endgültig Schluss.

Neue Zeiten sind angebrochen,

mit ein paar Worten habe ich noch nichts verbrochen.

 

Zwei Tage musste ich postalisch fasten,

dann lag es in meinem Kasten.

Der Herr schrieb ganz ehrlich:

Madame,

ich fürchte Sie sind mir zu gefährlich!


Ludmilla Khodai, Januar 2008
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12. Januar 2008 6 12 /01 /Januar /2008 19:05


Einst glaubte ich

über die Bäume herrschen zu können und

verbot ihnen zu blühen.

Doch sie folgten mir nicht und

ich schnitt ihnen allen

die Zweige ab.

Wie Hände ragten kahle Bäume aus der Erde,

Hände, die nichts mehr tragen können und

nur noch warnen.

Als dann

Vögel keine Nischen fanden,

Käfer keine Blüten fanden,

Würmer keine Früchte fanden,

sammelten sie Gräser, Halme, Moos, Blumen

und schmückten ihre Bäume bis

diese eins wurden und

ihre Scham verloren.

Ich ließ es regnen,

ich ließ es so lange regnen,

bis alle Flügel verklebten

bis alle Vögel verstummten

bis alle Blumen vergingen

und aus den Baumrinden Wasser tropfte.

Ein Moor begrub alles bis

aus verwester, stinkender Erde

Keime sprossen.

Da ließ ich die Sonne brennen,

ich ließ sie so lange brennen,

bis die Erde verdorrte

und alle Farben vergingen.

Als aus trockener, rissiger Erde

Eidechsen krochen und Sträucher wuchsen

ließ ich den Wind über die Erde stürmen

bis nichts mehr dort lag, wo es einst war.

Alle Samen waren verstreut und -

da begriff ich,

wenn es Zeit wird, dass

der Frühling die Kälte vertreibt und

Wiesen ihre Farbenpracht entfalten, damit

Kinder ihre Decken darauf ausbreiten während

Käfer Melodien summen und der Wind blütenbehangene Zweige wiegt

bin ich

ohne Macht.


Ludmilla Khodai,
September 2007 
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