Vorstellung der Autorengruppe, Schreibaktivitäten, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation zwischen Schreibenden
für siggi und pierre chagall verspricht das gelbe vom himmel die uhr fällt herab und landet mit leisem klimpern im teeglas goldgelbe tropfen zerspringen auf der leinwand der schornstein wünscht einem kran – gute nacht, segelt der sonne hinterher der briefkasten...
Post lesenDu hast mir den Mond gezeigt und seine Gesichter hinter den Wolken. Die habe ich mitgenommen und die Nebel aus Deinem Haar. Jetzt sind die Goldfische Deine Augen und spielen Verstecken und ich sehe sie so selten. aS 01/10/07
Post lesenEndlich mein Leben von heute bis irgendwann leben Clown, Segel auf Kreuz gegen den Wind, Floh im Fell meines Katers, tragischer Traum temporärer Trunkenheit Mein Leben endlich aS 17/07/08
Post lesenDie Familie saß beim Abendbrot. Jo konnte den neuen Pappi immer noch nicht leiden. Sie beobachtete jede seiner Gesten und Blicke und fand immer etwas auszusetzen. Mal sah er sie zu streng an, Jo fand: sehr unfreundlich, mal beachtete er sie nicht. Nein,...
Post lesenDer Alte sitzt und denkt an seine Frau und sein Gesicht, das Haar und auch sein Anorak sind grau und hat kein Geld für Trudes letzten Gang und plötzlich hört er Omas Grabgesang. Er sieht die Frau nicht, die am Tisch dort sitzt und hofft, daß Trudchen...
Post lesenMir ist so kalt. Ich sitze am Schreibtisch und mir ist kalt. Frierend stehe ich an der Bürotür in der Sonne. Beim Kohlentragen, fünf Stockwerke hoch, ist mir kalt und am Ofen, der mir die Haut verbrennt. Mir ist kalt, wenn ich frühmorgens aufstehe und...
Post lesenmeinem Chirurgen Dr. S. Deine Hände halten fest. Ich habe sie begriffen. Nähe suchen sie und säen Sehnsucht. Meiner Haut versprechen sie sich mit kaum gespürter Berührung aufs nächste Mal. Wann kann ich sie hören aS 27/ 06/ 01
Post lesenWieder flog der Herbst ins Land, mit fallenden Blättern, launischen Winden, die durch die Ruinen pfiffen, lauen Altweibersommer- und kühlen Regentagen. Der neue Pappi war aufgeregt: Jo wurde eingeschult. Ein zweites Mal, diesmal aber richtig, mit Schultüte....
Post lesenDu hast mich aufgebrochen so warm und weich so unendlich, als mein Leben lange schon abgebrochen worden war. Ich werde wohl auch morgen noch nicht zerbrochen sein und brech’ doch täglich. Wir sind gefesselt aneinander warm und weich und so unendlich endlich...
Post lesen10. Dez. 1952 – 22. Jan. 2000 Nie mehr wirst du unter Wolken geh’n den Bauch nie wieder in die Sonne dreh’n nicht noch einmal Morgennebel seh’n; niemals will und werd’ ich das versteh’n. Hattest du von diesem Land so sehr genug, vertrieb dich seiner „neuen...
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