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fleiss - hanna

Hanna Fleiss: Sommerstadt

Heupferdchenzeit, Blaue Zeit. Als die Linden, Die schönen Linden, sich bogen Am Rande der Straße Unter der Last der Düfte. Als Der weiße Mond Honig trank. Die Stadt lebte Ihren Tag, mit grauer Stirn, ein Ach In den Hallen der Bahnhöfe. Und kein Himmel...

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Hanna Fleiss: aus dem Romanmanuskript "Kindheitserinnerungen" 20. Kap. (Schluss) Der Umzug

Die Westzonen hatten sich im Frühjahr zur Bundesrepublik Deutschland zusammengeschlossen. Jo las die Zeitungsüberschriften in der „Täglichen Rundschau". Im Osten wurde protestiert: Kein Separatstaat! Deutschland muss eins bleiben! Der Westen blieb hart,...

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Hanna Fleiss: aus dem Romanmanuskript "Kindheitserinnerungen" 19. Kap. Bei den Pionieren

Es war ein Junge. Die Mutter hielt das Baby im Arm und zeigte es Jo: „Sieh mal, wie hübsch er ist." Jo schluckte. Jetzt war das Baby da. „Aber was ist denn das für ein Horn am Kopf?" „Das?" Die Mutter fuhr liebkosend mit der Hand über das Babyköpfchen....

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Hanna Fleiss: aus dem Romanmanuskript "Kindheitserinnerungen" 18. Kap. Die neue Schule

„Im Herbst kriegst du noch ein Schwesterchen. Oder ein Brüderchen", sagte die Mutter. „Im November." „Noch so einen Schreihals, mit dem ich nichts anfangen kann? Und ich bin froh, dass Veronika schon spricht und dass ich mit ihr spazierengehen kann. Alles...

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Hanna Fleiss: Mai

Aus Allerweltswinkeln Der Mai. Flieder, woher dein Violett? Schwalben auf dem Weg. Und der Ahorn steht im Grün. In der Wölbung des Himmels Licht. Menschen mit Blumen am Hut. Geborgte Träume Bis unter die Stirn. Jemand wirft In die Gosse Ein Liebesgelüst....

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Hanna Fleiss: aus dem Romanmanuskript "Kindheitserinnerungen" 17. Kap. Am Üdersee

Das Zelt war groß, ein 20-Mann-Zelt. Die Zeltbewohner lagen auf Stroh, eine Decke darüber – fertig war das Nachtlager. Überall im märkischen Sand, mitten zwischen den Kiefern, standen Zelte. Und vor jedem Zelt ein Steingarten, Mosaike aus bunten Steinchen,...

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Hanna Fleiss: Versonnen

In der Umarmung Der Dämmerung, weh der Blick zurück Ins müde Auge Der Nacht. Eine Spur Vor dem Haus. Unterm Dach Stille. Atem der blauen Erde. Schrei eines Schläfers, Irgendwo. Leis, Tapfer tropft, regnet es In mein Gedicht.

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Hanna Fleiss: aus dem Romanmanuskript "Kindheitserinnerungen" 16. Kap. Was KZs waren und warum der neue Pappi Kommunist wurde

Die Familie saß beim Abendbrot. Jo konnte den neuen Pappi immer noch nicht leiden. Sie beobachtete jede seiner Gesten und Blicke und fand immer etwas auszusetzen. Mal sah er sie zu streng an, Jo fand: sehr unfreundlich, mal beachtete er sie nicht. Nein,...

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Hanna Fleiss: aus dem Romanmanuskript "Kindheitserinnerungen" 15. Kap. Noch einmal Ärger mit dem lieben Gott

Wieder flog der Herbst ins Land, mit fallenden Blättern, launischen Winden, die durch die Ruinen pfiffen, lauen Altweibersommer- und kühlen Regentagen. Der neue Pappi war aufgeregt: Jo wurde eingeschult. Ein zweites Mal, diesmal aber richtig, mit Schultüte....

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Hanna Fleiss: aus dem Romanmanuskript "Kindheitserinnerungen" 14. Kap. Ärger mit dem lieben Gott

Wieder wurde es Sommer. Jo war jetzt sieben Jahre alt. Tagsüber, wenn der neue Pappi auf der Arbeit war, ging sie zur Großmutter. Heimlich, die Mutter bangte, dass er es eines Tages erfahren würde. Das kleinste Missgeschick, eine Unachtsamkeit - und der...

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