Vorstellung der Autorengruppe, Schreibaktivitäten, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation zwischen Schreibenden
Der Tee wird bitter schmecken, das Basilikum verwelken, die ausgeleerte Maxiflasche Bautzner Senf nicht aufgefüllt. Ich werde in leere Schubladen atmen, den abgeräumten Schreibtisch riechen, die nackten Wände hören und bald ohne Worte sein. aS 28/09/...
Post lesenmeinem Professor für Quantenchemie Weiße Vögel flattern zwischen Tafel und Pult. Kurze Ruhe um den Sturzflug zu genießen und wieder aufzufliegen, nur für Augenblicke gemeinsam auf dem Weg. Formeln weiß auf grün dahingewischt, mit jeder Bewegung unlösbarer...
Post lesenWieder wurde es Sommer. Jo war jetzt sieben Jahre alt. Tagsüber, wenn der neue Pappi auf der Arbeit war, ging sie zur Großmutter. Heimlich, die Mutter bangte, dass er es eines Tages erfahren würde. Das kleinste Missgeschick, eine Unachtsamkeit - und der...
Post lesenDer Termin rückt näher: Am 4.5., 19 Uhr, servieren wir im Kulturforum Hellersdorf unsere "literarische Maibowle". Wer seine Früchte in diesem Mix wiederfinden will, reiche sie bitte bei mir ein. (Thematische Einschränkungen bestehen nicht. Die Veranstaltung...
Post lesenDie letzte Untersuchung beim Arzt. „Gratuliere", sagte er, „du bist wieder völlig gesund. Aber um den Lebertran, junges Fräulein, um den kommst du nicht herum. Wir geben dir eine Flasche mit." Er lachte gutmütig. Es ging ans Kofferpacken. Die Schwestern...
Post lesenDer Winter verging mit Spritzen, Lebertran und Stürmen vor den Fenstern. Die Nordsee kam mit großen Wellen, sie spritzten die Fensterscheiben voll. Doch eines Tages schien wieder die Sonne, der Sturm war zu anderen Meeren weitergezogen. „Alles die Mäntel...
Post lesenDer Winter war da, die Nordsee schlug ihre Wellen an den Strand, auf dem eine dünne Schneedecke lag, die Möwen kreischten leiser. Und eines Tages war Weihnachten. Die kleinen Mädchen wurden von den Schwestern kalt geduscht, sie zogen ihnen ihre besten...
Post lesenSeit zwanzig Jahren keine Mauertoten! – keine Mauern? Jänner 1990 WENDE-ELEGIE Lamentationes inutiles sine fine Jahrzehnte haben wir vertrauend einer Fiktion, entarteten Apologeten, in dekretierter Bescheidung kollektiv gelebt, vegetiert zwischen Reichtum...
Post lesenDas Lungensanatorium war ein schneeweißes Haus, es stand am Meer, sehr nah am Meer, fast mit den Füßen in der Brandung, in einem Fischerort namens Wiek, und Möwen kreischten vor den Fenstern. Es hatte zwei Etagen, oben standen die Betten der Jungen, unten...
Post lesen