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HOLOCAUST DENKMAL (Sigrid Fuchs-Mattmüller)

(im Hof der Synagoge zu Budapest)

 

Ein Baum wie aus Tränen und Glas

Das Mahnmal des Holocaust ragt.

Jedes Blatt ein Zeugnis von Hass,

Jedes Blatt nach Sühne uns fragt.

 

Im Hofe der Synagoge

Die Blätter leis klingeln im Wind.

Ein Schauder wie eine Woge

Die rot über die Herzen rinnt.

 

Was Menschen durch Menschen litten

Weht schaurig vom Mahnmal uns an.

Die Namen der Toten blicken

Vom Baume wehklagend uns an.

 

 

Sigrid Fuchs-Mattmüller, „Little Pen“, V.: „Liebe denkt in süßen Tönen“ und „Das Gedicht“, Czernik Verlag

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S
Kann man ein solches Thema lyrisch bewältigen?<br /> Sind Reime dafür geeignet - oder schleifen sie etwas glatt, was dann an Stelle von Betroffenheit ein la-la-la setzt?<br /> Ist es andererseits nötig, den Schmerz zu fassen - und sei es nur für den Autoren selbst oder für die Anderen, die sich den kalten Schweiß von der Stirn wischen und sich sagen, ein Glück, dass ich wieder draußen bin!<br /> Ich möchte mir kein Urteil anmaßen. Ich finde nur, man muss es wach halten, das Gefühl. Und manchmal muss man das Risiko eingehen, von olympischen Lyrik-Göttern eingestampft zu werden, wenn man denn eine volkstümliche Masse erreicht hat...
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