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Abendstille

Jetzt, in dieser Dämmerstunde,

Legt an der Himmel sein mönchisches

Graukleid und auf Dächern

Die Türkentauben gurren die Nacht ein.

 

Schwer legt Atem sich

Auf die erschöpfte Stadt. Weit geöffnet

Balkone und Fenster, letztes Aufjagen

Später Autos, verlassen

 

Winselt ein Hund, ein Kind schreit.

Mein Weg von der Bahnstation

Zum Haus, Schlüsselklirren,

Ein nachbarliches Wort von Fenster

 

Zu Fenster. Duft der Büsche,

Irgendein Star imitiert eine Amsel,

Hinter Gardinen Fernseherblau,

Der Briefkasten platzt aus den Nieten.

 

Nichts, was erwähnt werden müsste.

Du siehst mich an: Wie war der Tag?

Ich, stumm, leg meine Hand auf deine.

Du. Dass du da bist.

 

(H Fleiß)

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S
Die Stimmung überzeugt.<br /> Trotzdem sträubt sich mein Inneres gegen die Ausklammerung, die dann jenes militärische "Legt an!" bei mir assoziiert, obwohl man natürlich auch ein Kollier anlegen kann - aber wer würde das ausklammern...
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