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Eine Kleiderfrage (2/7)

Schon seit mindestens fünf Jahren hatte Lina kaum Sachen aus diesem Schrank angezogen. Mark dachte daran, dass er nicht über ein Warum diskutiert hatte. Stillschweigend hatten beide ganz selbstverständlich einen neuen Schrank für die neuen Mäntel, Kleider, Röcke, Hosen, Blusen, Dessous und Schuhe beschafft.

Von ihrem Fitnessabend käme Lina nach zehn zurück. Es war halb acht. Mark griff zuerst nach einem weißen Strickrock. Seine Sachen waren als Kleiderhaufen in der Ecke gelandet. Über den nachwachsenden Flaum auf seinen Männerbeinen streichelten die Wollfäden des recht eng geschnittenen Rockes. Das Schöne an dem Material war seine Dehnung und Anschmiegsamkeit. Mark hätte zwar nicht behaupten können, dass ihm der Rock seiner Vorschwangerschaftsfrau ideal gepasst hätte, aber er fühlte sich auch nicht eingeengt. Der unten offene Stoff versuchte vergeblich zwischen Marks Oberschenkeln hindurchzugreifen. Die Luft, die Mark in nacktem Zustand nicht aufgefallen wäre, zog nun kraulend an seinem Hodensack aufwärts. Nein, wies sich der Mann zurecht, es war noch nicht so weit. Schnell streifte er den Rock herunter.

Viel reizender war der leichte, zartkühle Stoff des Sommerhängers. Hier engte nichts ein. Der Umfang von Marks Becken lag weit unter dem von Lina, als Anni ihren Bauch verformt hatte. Eine Hand suchte nach schwellenden Brüsten. Sie stieß auf überreizte Brusthaare, aber wenn die Finger nicht allzu ungeschickt wären, dann würden die Brustwarzen sich aufrichten, wie um einem hungrigen Würmchen die Erwartung zu erfüllen. Was musste das Stillen für ein herrliches Gefühl sein.

Die Hand zog sich wieder zurück. Jetzt schob sie den weiten Stoff über die Waden aufwärts, über die Knie, die Oberschenkel entlang, bis sie auf einen gewaltig geschwollenen Kitzler stieß. Mark verlor alles Empfinden für Zeit und Raum. Seine Finger bewegten sich unter dem anschmeichelnden Stoff. Er hörte von fern seine Stimme krächzen, nein singen, Du willst es doch auch, da spritzte es am auf den Bauch gerutschten Stoff vorbei auf den Teppich. Marks Atem ging wieder langsamer. Verwirrt sah er am Hängekleid herab. Wie spät war es? Hatte ihn jemand gerufen?

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