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Reinhard Johannes... Zürcher Friedhofsgedichte (V)

  An der Mauer

klettert wache Rose zum hellgelben Backstein hinauf,

dort sitzt gefaunt ein Geck mit honigsüssen Augen;

schleckert an versponnenen Beinen milchiger Gilbe,

von unten her duftet kleinfüßiger Septemberklee.


Eine Idylle an Rändern maroder Starrsinns-Zunft?

Oh nein - hier ruht das Ende nobler Karrieren,

manch kumulierender Geldsack hauchte sich aus,

machtlüsternen Mammoniten verwesen die Mäuler;

ein intriganter Taumler unter gefallenen Blättern

verirrte sich in den fettig verklumpten Kompost.


Wo Welschland liegen mag, flüstern weiße Lilien;

springt der Geck herab, mit gelber Rose am·Jackett.

zeigt mit spitzen Fingem zur angehäuften Erde:

Lasst uns am Abend der Sonne ins Herz ziehen

Da formieren sich Zypressen zu exaktem Spalier,

drei Nebelkrahen husten im Takt der Marseillaise.

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E
<br /> sehr schöne zeilen, haben mich tief ergriffen...<br /> <br /> <br />
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