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Slov ant Gali: Rudi aus Rühstädt

 

 

nach Motiven von Robert Göbel

 

 

Wo Elb und Havel innig auen,

ist Land, wo Frösche glücklich schauen,

bis dann die Störche wiederkommen

zum Wadenbiss für all die Frommen.

 

So mancher Frosch hat nichts zu zappern,

sobald die Storchfamilien klappern.

Die machten Rühstadt weltbekannt

vom Prignitz- bis ins Kongoland.

 

Von dort ist Rudi heim gekommen

und hätt sich gern ne Frau genommen.

Doch steckten noch im Storchgefieder

Baluba-Pfeil und Kongo-Lieder.

 

Er hat den Schützen ausgelacht,

den Pfeil als Beute mitgebracht.

Er muss vor jeder Störchin protzen,

welch Widrigkeiten er konnt´ trotzen.

 

Die Konkurrenz, die ist sehr groß

um Platz für den Familienschoß.

So manches hohe Wagenrad

ward schon besetzt von andren grad.

 

Die Menschen hatten bald entdeckt

den Pfeil, der in dem Rudi steckt.

Sie machten ihn sofort zum Held

als Immigrant aus Kongowelt.

 

Mit deutscher Überlebenskraft

hat er solch langen Flug geschafft.

Doch keine Störchin zeigte Willen,

des Rudis Brüterlust zu stillen.

 

So schloss der Rühstadt-Dorfverein,

das darf nicht Rudis Ende sein.

Im Kongo beinah´ eingetopft

wird er bei uns nun ausgestopft.

 

So können wir der Welt vermelden,

in Rühstadt gibt´s nen deutschen Helden,

Wir singen laut ihm ein Te Deum

im heimatlichen Dorfmuseum.

 

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