Vorstellung der Autorengruppe, Schreibaktivitäten, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation zwischen Schreibenden
Marlies Schmiedl - Wir gratulieren zum 85. Geburtstag Nicht immer / blieb die Enge / um mich / eng Sie hatte Türen / die aufsprangen / berührte / mein Atem sie Hinaus ging ich / ohne zu wissen / ob es / die richtige Tür sei. Zu viel habe ich / festgehalten...
Post lesenVerhalten spürt Marlies Schmidl den Verletzungen der Kriegsgeneration nach, indem sie sich zurückbegibt in die Perspektive des Mädchens, das sie war: ein Nicht-Begreifen in ihren Gedichten, ein Blick, der ohne zu werten, sensibel verzeichnet, was übrig...
Post lesenWarum bestürzt mich mein eiliger Schritt? Das Übersehen tausendfach entblättert die Bäume. Ich hörte die Blätter sich wiegen. Stille jetzt, Stille nur, ohne das Schwingen der Seele. Es gibt ihn noch, den Wind, und ich sehe, wie er singt in den Bäumen...
Post lesenWarum werden meine hände schwer die sich dir entgegenstrecken wie ein kuss Warum greift der nachtwind dir ins haar hab ich nicht seidenfäden versponnen in zärtlichkeit? Sieh dort den alten kastanienbaum wie seine blüten ihn tragen jahr um jahr
Post lesenAmazonastour Sie bekamen den Amazonas geboten mit ihrem dollar kielunter glitt das schiff leicht über den fluss
Post lesender morgen ruht auf stille meine seele holt ein gesicht zurück geschlossen die augen geöffnet der mund blutverkrustet beide hände lege ich auf diese stirn ich schmecke tränen marlies schmiedl, januar 08
Post lesenvorbei fell rotbraun buschig die rute den kopf gesenkt nicht spähend über farne nicht schnürend auf moos im wald hier zu hause am alexanderplatz ein fuchs
Post lesenAn deinem Bett saß sie, las Seite für Seite aus dem Buch eurer Liebe. Du hörtest ihre Stimme, sahst durch deine geschlossenen Lider ihre Augen. An deinem Bett saß sie, hielt deine Hand. Ihr Atem ließ dich weiteratmen. Kälter wurde die Hand sanft ließ...
Post lesenviele wege bin ich gegangen habe tage nicht gezählt nicht stunden mühsam langst die schritte dunkel die steine im inneren bewahren sie ihre zeit in mir leere als wäre nicht gewesen dieser augenblick leben
Post lesenSand und See in hellem Schimmer, unter flachen Wellen geriffelte Linien, Steine überspült. Noch rollen sie unzählbar. In dieser Nacht hat der Wind die Insel preisgegeben. Der Mond, unsichtbar hinter sieben hohen Nebeln, hat das Licht gerufen.
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