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Erinnerung in der Frühe

Nass stecken die Füße der Obstbäume
in den Feuchtwiesen,
wartend auf Sommersonne.

 

Nachts trippeln ihre Seelen eilig
auf den Katzbuckeln der Dorfstraße
und laufen sich warm.

 

Artig folgen sie dem Schlag der Kirchuhr
und heften ihr Wünsche an den Turm,
wo das Käuzchen wohnt.

 

Bald, flüstern sie, bald schlagen wir aus
und blühen und duften und fruchten
und zehren von Erde.

 

Schütteln ab was uns schützt,
werden nackt mit dem Frost
und sammeln nackt die Kraft für die Reife.


Bea Magdon
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M
<br /> Keine geschwollenen Kommentare: das Gedicht ist einfach nur sehr schön!<br /> <br /> <br />
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J
verzeih mir die Rechtschreibung.
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J
Mir gieht es genauso mit dem nackt. Warum hast Du es zweimal benutzt? Es wundert mich, weil ich kaum denken kann, daß es Du es übersehen hast. Grüße von Jacqueline. Ich bin sehr begeistert von Deiner immerwieder sinnlichen Wortwahl. Du hälst die deutsche Sprache am Leben.
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S
Eigentlich bin ich auch für "nackt" - sowohl im Sinne von Körperlichekit als auch von Natürlichkeit. Hier habe ich ein Problem mit den zwei Malen "nackt".<br /> Ansonsten gefällt mir das Gedicht sehr.
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