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marbach Germanistik im Netz - Virtuelle Fachbibliothek Germanistik  

Gegen deutsche Kriege

9. Mai 2008 5 09 /05 /Mai /2008 06:15

8. Einreim, auch Haufenreim oder Tiradenreim (aaaaaaa …),

                                                                                                      (A.Glaßbrenner, An den Michel)

            Willst du deinen Junkern behagen

            So mußt du dich also betragen:

            Im Frieden stets wacker dich plagen,

            Im Kriege stets wacker dich schlagen,

            Nichts wagen und nie was abschlagen.

            Nie fragen, versagen, noch klagen,

            Beim Geldgeben nimmer verzagen,

            Und all deine Wünsche vertagen.

            Dann hast du nichts weiter zu sagen!

 

9. reicher Reim: Sonderform des erweiterten, zwei und mehr Silben umfassenden Reims, wo­   bei die reimende Silbe oder Wortgruppe leichte Veränderungen erfährt, vorletzte Takte ein­ bezogen, Konsonanten abweichend (häufig in oriental. Strophenformen wie Ghasel)

                                                                                                                            (Bürger, Leonore)

Und jedes Heer mit Sing und Sang,

Mit Paukenschlag und Kling und Klang,

Geschmückt mir grünen Reisern,

Zog heim nach seinen Häusern.

 

oder:

                                                                                                                 (Heine, Die Heimführung)

Ich geh nicht allein, mein feines Lieb,

Du mußt mit mir wandern

Nach der lieben, alten, schaurigen Klause,

In dem trüben, kalten, traurigen Hause.

 

oder (Doppelreim):

                                                               (C.Brentano, Das Märchen vom Schulmeister Klopfstock)

            Nun wird das Meer nicht mehr bitter sein,

            Auf stillerund wilder Flut

            Wirst du der seligste Ritter sein.

                                                                                                                     Goethe, Buch Suleika)

            In tausend Formen magst du dich verstecken,

            Doch, Allerliebste, gleich erkenn ich dich;

            Du magst mit Zauberschleiern dich bedecken,

            Allgegenwärtge, gleich erkenn ich dich,

 

            An der Zypresse reinstem, jungem Streben

            Allschöngewachsne, gleich erkenn ich dich,

            In des Kanales reinem Wellenleben,

            Allschmeichelhafte, wohl erkenn ich dich.

 

            Wenn steigend sich der Wasserstrahl entfaltet,

            Allspielende, wie froh erkenn ich dich;

            Wenn Wolke sich gestaltend umgestaltet,

            Allmannigfaltge, dort erkenn ich dich.

 

            An des geblümten Schleiers Wiesenteppich,

            Allbuntbesternte, schön erkenn ich dich,

            Und greift umher ein tausendarmger Eppich,

            O Allumklammernde, da kenn ich dich.

 

            Wenn am Gebirg der Morgen sich entzündet,

            Gleich, Allerheiternde, begrüß ich dich,

            Dann über mir der Himmel rein sich ründet,

            Allherzerweiternde, dann atm ich dich.

 

            Was ich mit äußerm Sinn, mit innerm kenne,

            Du Allbelehrende, kenn ich durch dich;

            Und wenn ich Allahs Namenhundert nenne,

            Mit jedem klingt ein Name nach für dich.

 

10. Reim nicht versbildend (hält Erinnerung an reimende Lyrik wach):

                                                                                                                                 (Rose Nyland)

 


Über uns hinweg

wird eine Liebe gehn.

Leise, fröhlich

und mit leichten Füßen

 

Sie, im blauen Kleid,

wird lachen müssen,

Er, verträumt, befangen,

wird es nicht verstehn.

 

 

Wird dem Lachen

sich entgegenstemmen,

wie ein Schiff.

Sie holt die Segel ein.

 

Zwischen ihnen wird

der Atem sein.

Und dann muß

man sich die Haare kämmen.

 

 

Und sie werden auf

den Brücken stehen.

Furchtlos klug.

Und er nun unbefangen.

 

Es ist gut. Wir sind

vorausgegangen

Über uns hinweg

Wird eine Liebe gehen.

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