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Der Friedrichshainer Autorenkreis

Vorstellung der Autorengruppe, Schreibaktivitäten, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation zwischen Schreibenden

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Fern und fremd, vertraut und nah

Waldesweg auf Graugestein, meine Hand ruht im Moos. Schlafend im Tannengrün geht Sommerwind über mich hin. Noch bist du der See, der vor mir liegt, verlockend, schön, tief. Noch ist kein Steg, der mich zu dir führt. Noch trennt mich schilfgürtelbreit...

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Slov ant Gali: die Hu und die Fu

in zwei welten lichtjahre fern lebten die hu und lebten die fu und hatten sich gern der hu wie der fu waren je drei vier reichliche gan hatten beide dabei die hu teilten jedem eine gan zu die übrige pflanzten sie und sie wuchs bald in ruh doch wieder...

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Der Poet im eignen Lande

Jedes Kaff hat seinen Goethe, wenn er auch Fontane heißt. Sei der Bürger noch so blöde seinen Dichter kennt er meist. Doch die Achtung selbst der Kenner seinem Nachbar schuldig bleibt: ,,Nebenan wohnt so ein Penner; ja, ich hab gehört, der schreibt.“...

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Mut

Mut Ich habs getan, ich habs getan: ich habe protestiert. Ich habe meine Meinung laut und klar artikuliert. Die Welt, so wie sie ist, die ist und bleibt ein Scheiß, wenn ich bei bestem Willen auch von keiner bessren weiß. Dann wurd ich wach, so früh um...

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Slov ant Gali: "frauenversteher" aus "Mit Blindenhund durchs Liebesland"

es ist wahr der klang deiner stimme ist heller als alle glocken die ich je hörte es ist wahr der inhalt deiner worte ist vollkommener als alle sätze die man mich je lehrte es ist wahr der geschmack deines geistes ist entwickelter als alle moden die mir...

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Slov ant Gali: Der Musenkuss

Ganz kurz vor dem Schlaf überfiel mich ein Vers – Völlig ultimativ, gar nicht kontrovers. Er erklärte die Welt in nur einer Zeile und versprach mir ein Leben ohne Langeweile. Ich war selig vollendet im selben Moment, wollte aufstehn und schreiben, doch...

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Hanna Fleiss: Bild des Menschen (Auf das Sonett von Johannes R. Becher)

Wir, Heutige, weit entfernt Von jenem Bild, das du im Traum Dir einst vom Menschen Maltest. Niemand bekennt: Verloren Die Menschenwürde. Bezahlt, abgefunden Das Vergessen. Kein Aufspringen, Kaum Aufschrei: „Nie mehr!" Sie führn wieder Kriege. Die Todmüden...

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Dichterherbst

Ein Affe in der alten Kastanie bewirft mich mit rolligen Igeln. Die Sonne verhängt ihre Wärme mit Nebelschleiern. Das Laub deutscher Eichen krümmt sich erdbraun. Fäulnis heult ins Morgengrau. Mich fröstelt. In lockerem Lauf keuche ich krapproten Krokussen...

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Hanna Fleiss: Wellen

Wenn, ja wenn Ich gedächte derer, die in Meinen Augen, meiner Stirn Wohnten, deren Hände ich liebte. Du, dessen Namen Ich wieder weiß, wund schwimmst du Auf dem Gezeitenfluss, Wellen Tragen dich fort, nie fasse ich dich. Was wir uns waren.Wer Schriebs...

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im buch der bunten zukunft (nach ma con mu, 3125 v.u.z.)

wer ein buch schrieb litt unter denen die nicht lesen konnten wer lesen wollte litt unter denen die falsche bücher schrieben wer verändern wollte litt zugleich lesen und schreiben zu müssen wer nicht schreiben lesen verändern wollte litt nicht er sah...

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