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Vorstellung der Autorengruppe, Schreibaktivitäten, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation zwischen Schreibenden

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Top-Posts

  • wen der bumerang trifft

    28 August 2008 ( #Gali - Slov ant )

    als friedenskind fürchtete ich den weg zwischen bahndamm und seeufer letzte dampfloks spuckten funken in den frühling trockenes stroh brannte den geruch von zu hause sein ein über den see waren das ufer ansteuernde flugzeuge von weitem zu sehen wer konnte...

  • Halbe Frau

    11 Juni 2008 ( #Namyslo - Petra )

    Eine Brust abgeschnitten verstümmelt, unsichtbar bin nur noch halbe Frau es fehlt ein Teil von mir Mit traurigen Augen sitz ich hier neben dir und frag mich bang: Was will ich hier? Doch dann berührst du mich und deine Küsse erwecken mich ich lebe, werd...

  • Brechende Zeit

    12 Januar 2008 ( #Khodai - Ludmilla )

    Einst glaubte ich über die Bäume herrschen zu können und verbot ihnen zu blühen. Doch sie folgten mir nicht und ich schnitt ihnen allen die Zweige ab. Wie Hände ragten kahle Bäume aus der Erde, Hände, die nichts mehr tragen können und nur noch warnen....

  • Der Schirm(2/4)

    18 September 2008 ( #Gali - Slov ant )

    Roland war verwundert, wie viele Mädchen in diesem Demonstrationszug ihm äußerlich gefielen. Ganz unterschiedliche. Eine von ihnen anzubaggern traute er sich trotzdem nicht. Dann schubste ihn der Zufall neben Schneewittchen. Er ahnte, er hatte sie schon...

  • Fischdöner auf’m Kiez

    28 Juni 2008 ( #Namyslo - Petra )

    Flink, flink, flink, fangt frischen Fisch, Tintenfisch mit langen Armen, hackt ihn, presst ihn ohn' Erbarmen, würzt ihn, bringt ihn auf den Tisch! Fischdöner! Der letzte Schrei auf'm Kiez nachts um halb eins, Mädchen futtern und Karl-Heinz, auch die Luden...

  • Hanna Fleiss: aus dem Romanmanuskript "Kindheitserinnerungen" 5. Kap. Onkel Siggi

    07 Februar 2009 ( #Fleiss - Hanna )

    Siggi, so kam es Klara vor, entfernte sich immer mehr von ihr. Wie selten war er jetzt abends zu Hause. Wenn sie nur wüsste, was er so trieb in der Nacht. Etwas sagte ihr, dass er in Schiebereien mit den Amerikanern verwickelt war. Aber er schwieg, der...

  • Hanna Fleiss: 2. Mohrrübeneintopf (3)

    18 Januar 2009 ( #Fleiss - Hanna )

    Jo saß noch immer wie eine Eins auf dem Kohlenkasten, als Klara wieder in die Küche kam. „Ich will malen, Oma." Klara verschwand wortlos in die Stube und kam wieder mit einem Bleistiftstummel und einer Seite aus einem von Siggis Schulheften. „Mal mir...

  • Single zum Verlieben (6/9)

    12 August 2008 ( #Gali - Slov ant )

    Es war einer der Nachmittage ohne Vorlesungen oder Studienveranstaltungen, die Marion Minas hätte mitmachen müssen. Sie hätte also lernen können. Sie hätte aber auch Frank in ihrer Altbaubude haben können und dann keine Jeans an und etwas Anderes auch...

  • Hanna Fleiß, Obdachlos

    09 September 2008 ( #Fleiss - Hanna )

    Der städtische Mond Hat Sterne, Nachtwolken geschluckt. Wespenschnell Autos, Herbstlaub Überschattet Straßenlaternen. In den Wind gestreut die Zeit. Auf Augenhöhe torkelt sie lallend Um Hausecken, zerhackt, zerheult Aasigen Brandgestank. Das Schweigen...

  • 6. August, 5.45 Uhr1

    06 August 2008 ( #Gali - Slov ant )

    Durch den Mittag stürzend suche ich den Stein, der meinen Schatten fasst. Ich habe seinen Preis bezahlt. Kassandra schweig! Wolken glauben erst an Regen, wenn der Himmel explodiert. Ein Zauberspruch für Gegenwind? Luftworte der Erinnerung. Bald erkalten...

  • Von glücklichen Hühnern (3 / Schluss)

    23 Juli 2008 ( #Gali - Slov ant )

    Ich staunte: Gerade sprach er den Namen zum ersten Mal richtig aus. Es half nichts. Kolumbus blieb verschollen. Vielleicht ließ er sich gerade füttern von einer Nachbarsoma, die ihren „Puttilies“ Körner auf die Wiese streute und den plötzlichen Zuwachs...

  • Ground Zero

    27 April 2008 ( #Gali - Slov ant )

    Eventgeschult sehe ich durch das Glas meines Fensters in den Zwillingstürmen des neuen Jahrtausends wie Jets mit Banknotentragflächen mir entgegen düsen. Ich hauche nur feuchten Atems gegen die Scheibe. Mein Welten komponierendes Hirn findet keine Vernetzung...

  • pulices libidinosi

    02 Februar 2008 ( #Gali - Slov ant )

    Auch die Frauen müssen wollen, ob sie wollen oder nicht... Was hatte sich Vögmann alles anhören müssen! Im Vorstand saßen fast nur Männer und Männer waren stets darauf aus, beim Sex ihre Männlichkeit vorzuführen. Lieber halfen sie heimlich mit Chemie...

  • Hanna Fleiss: Ebereschen

    30 Januar 2009 ( #Fleiss - Hanna )

    Du kamst Mit einem Strauß Reifer Ebereschen. Legtest ihn Auf den Tisch, ohne Wort. Ich roch den Tau Frühen Oktobers, den Duft wilder Beeren. Vorm Fenster glutender Himmel, Kühle vergangener Nacht. Ich kämmte mein Haar. Hingeworfen vom Spiegel, Licht In...

  • Wirklichkeitsverlust (4/7)

    06 Oktober 2008 ( #Gali - Slov ant )

    Markus stellte besorgt fest, dass es für einen Anruf am selben Tag zu spät war. Und dann begann er den Inhalt der Karte richtig zu erfassen. Er hörte den Anrufbeantworter ab. Opa beschwerte sich, dass Markus endlich einmal wieder zurückrufen sollte. Max...

  • Wurzeln (3/8)

    31 August 2008 ( #Gali - Slov ant )

    Erstmal fließendes Wasser. Zwar nur kalt, aber zum Spülen genug. Dann zwei Bahner. Ob sie eine Nachricht weiterleiten können nach Wismar? Wir seien auf der Flucht. Wahrscheinlich nach Bayern. Es gehe uns gut. Zumindest im Moment noch ... „Nach Wismar?!...

  • Das Urteil der Marena (2)

    15 Juli 2008 ( #Gali - Slov ant )

    (was bisher geschah) Alle Männer bekamen eine Antwort. Zwar waren die Mailtexte immer noch gleich. Nur die Reaktionen der verschiedenen Sofa-Herkulesse waren es nicht. Mal behaupteten sie, um zu testen, ob ihr Text überhaupt gelesen wurde, sie wollten...

  • Fern und fremd, vertraut und nah

    15 Dezember 2008 ( #Magdon - Beatrice )

    Waldesweg auf Graugestein, meine Hand ruht im Moos. Schlafend im Tannengrün geht Sommerwind über mich hin. Noch bist du der See, der vor mir liegt, verlockend, schön, tief. Noch ist kein Steg, der mich zu dir führt. Noch trennt mich schilfgürtelbreit...

  • Evolution des Lebens

    01 Oktober 2008 ( #Gali - Slov ant )

    A m anfang gab es auf der erde nur unbelebte körperlichkeit. Durch spontanen minimalsprung entstanden lebensformen, die, je nachdem, ob sie durch ihren lebenskreislauf an einen ort gebunden waren oder nicht, als pflanzen oder tiere bezeichnet wurden....

  • Ich auch

    21 September 2008 ( #Gali - Slov ant )

    Und es ist so verrückt, und ich weiß nicht genau, und ich weiß es doch schon, dass ich bald um mich hau. Und es hat keinen Sinn und es trifft immer zu, hätt ich alle im Sack, schlüg ich drauf und hätt Ruh. Und zurück in die Welt und so alt wie ich bin,...

  • Der Schirm (1/4)

    17 September 2008 ( #Gali - Slov ant )

    Er war die Treppe herunter gehüpft. Die Haustür hatte er schon geöffnet. Da blieb er plötzlich stehen. Vom Himmel grinste ihn eine mäßig wärmende Sonne an. Grübelnd sah er an sich herunter. Er trug ein T-Shirt als Unterhemd, ein verwaschenes dunkles Hemd...

  • Oktoberspaziergang im Fläming

    06 Mai 2008 ( #Hering - Reinhard Johannes )

    Hinter jeder Hoftür hustet ein heiserer Hund. Ich frage Sie: Bürger, ist das noch gesund? Auf jedem Kamin lauert Karls warme Katze, wer stönt denn hier und wer zeigt Fratze? An allen Ecken jammern die Dohlen, wird dich Heinz Heini heut´ Nacht holen? Franz...

  • Hanna Fleiss: 2. Mohrrübeneintopf (4)

    19 Januar 2009 ( #Fleiss - Hanna )

    „Zeig mal, Jo." Klara hielt Jos Bild weit von sich und blinzelte. „Hm, schön, bildschön. Und was soll das hier sein?" Sie wies auf einen großen verkritzelten Fleck. „Ein Misthaufen?" „Aber Oma! Das ist doch die Sonne. Das sieht man doch!" „Da kannst du...

  • Vielleicht

    04 August 2008 ( #Gali - Slov ant )

    Er war die Treppe herauf gestürmt. Erst oben bremste ihn die Anzeige: Gerade schaltete sie auf seine Linie um. Da schob sich eine junge Frau durch sein Blickfeld. Sie war zart. Dunkelhaarig. Blickte sanft. Außerirdisch perfekt. Traumhaft. Das schönste,...

  • Kein Steppenwolf

    26 Juni 2008 ( #Gali - Slov ant )

    Manchmal steige ich aus mir heraus. Dann mustere ich die kriegsfernen Kohorten, die in meine Hülle gesperrt sind. Mit dieser Hülle also setzt du mich gleich: Mit dem Bruder, mit der Schwester, mit dem Kind, mit dem unreifen Greis oder mit dem Fremden....

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