Vorstellung der Autorengruppe, Schreibaktivitäten, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation zwischen Schreibenden
Jenes und jenes, Als ich in gilbenden Büchern lese, Hinfahre in Ängsten, sie verlächle, Da doch die Zeiten vergangen. Der Gorgokopf. Feuer Brechen herauf, vulkanisch. Asche, anscheinend, die Wörter, Hundertmal zerbissen, Zerspuckt tausendmal. Doch Die...
Der Morgen kam. Eigentlich Zeit zum Abschied nehmen. Kaum, dass Galja ihre Nastja sah, presste sie sie an sich, als wäre sie ein Elektromagnet. Was sie redete war russisch. Michael stand mit herabhängenden Armen daneben. Wie viel Zeit mochte schon vergangen...
Wenn, ja wenn Ich gedächte derer, die in Meinen Augen, meiner Stirn Wohnten, deren Hände ich liebte. Du, dessen Namen Ich wieder weiß, wund schwimmst du Auf dem Gezeitenfluss, Wellen Tragen dich fort, nie fasse ich dich. Was wir uns waren.Wer Schriebs...
Zerbrechlich wie Träume Unsere Wegspuren, gehüllt ins Dunkel Des Tags, wir leben den kalten Schlaf Unsres Traums. Deine alte Hand An der Rinde der winternackten Buche. Aus Schneeigem, blattlosem Geäst blickt sie Herab auf uns, majestätisch. So zerbrechlich...
Mit Graureihern Fliegen hin zum weißen See, Zum Wildgesträuch des Gelben November. Nebellos die Wege, warm Meine Stirn. Der Erde Kuppel bleiern, Gräser wogten, besänftigt Von kleinen Winden. Im Geäst, hoch, Der erste Schnee. Heiter nahm ich Abschied vom...
Der Mond stand über der Kellerstraße, neugierig blickte er in die Stube im ersten Stock. Sein fahles Auge fiel auf den Kleiderschrank, dann auf den Tisch, und jetzt musterte er Jo und die schlafende Klara in der einen Hälfte des Ehebetts. Jo, hinter dem...
immer wieder wenn der winter ihm den speck genommen kommt er aus seiner höhle leckt vom versteckten honig und schaut nach den menschen enttäuscht merkt er sie sind noch immer keine bärinnen geworden so frist er sich den speck an für die heimische höhle...
Heute aber, gleich am zweiten Tag seines Hierseins, klopfte Otto an Nachbar Krumnows Tür. Klara war baff. Das war in den fünfundzwanzig Jahren, die sie hier wohnten, nicht geschehen: Otto klopfte an Krumnows Tür! Berta Krumnow steckte den Kopf durch die...
Vater an der Ostfront an wessen Tod wurdest du schuldig? Wenn du nicht im letzten Heimatwinter von der Front Hoffnung gesetzt hättest auf eine Familie wärest du ritterbekreuzter Held und nie mein Vater geworden? Hast du um künftiges Leben wissend den...
der weihnachtsbaum abgeräumt die gäste gegangen vielleicht lasse ich am abend zum montag das gästebett ungemacht so als ob bald schon wieder jemand darin liegen werde in meine sichere wohnung bricht das bild eines palästinenserjungen dessen bett ungemacht...
Jemand schubste mich unter Frau Holles Tor gerade als das Pech floss heiß und zäh. Schwer und schnell ging mein Atem. Du sprachst zu meiner reinen Haut darunter. Über eine endlos kleine Paradieswiese tanzten wir Hand in Hand, bis der schwarze Panzer abgeplatzt...
Der Tag des Abschieds näherte sich wie im Zeitraffer. Michael war sich sicher, dass Nastjenka ihn mochte. Auch Galja nahm ihn als Mann und zukünftigen Ernährer an. Über mehr wollte Michael nicht nachdenken. Was aber bliebe von all dem, sobald er zugab,...
Ganz kurz vor dem Schlaf überfiel mich ein Vers – Völlig ultimativ, gar nicht kontrovers. Er erklärte die Welt in nur einer Zeile und versprach mir ein Leben ohne Langeweile. Ich war selig vollendet im selben Moment, wollte aufstehn und schreiben, doch...
Morgens, als erstes, stand Klara am Herd und beschäftigte sich mit dem Feuermachen. Sie griff sich die Zweige, die Rita von ihren Spaziergängen mit Veronika im Bewag-Park mitgebracht hatte, stapelte sie auf dem Knüllpapier, das sich irgendwo gefunden...
der mann hatte sich nichts dabei gedacht den ball warf er zurück zu dem kleinen mädchen dessen patschhändchen ihn ins tiefe wasser verloren es lachte schleuderte seinen ball wieder weg zum mann welch spaß er tat was es von ihm erwartete und die eltern...
Die Welt schweigt. Tonlos klagen Die Toten. Blutig Das Wintergewölbe Der Stadt. Die Trauer der Lebenden Leise wie im Gebet. Die Mörder Waschen sich die Hände. Still ist es. Die Asche Schweigt. Nirgendwo Scham. Glühend Wie Eisen in der Esse über allem...
Im eigenen Bett angekommen lauschte Micha eine Weile in die Nacht. In der Ferne fuhr ein Diesel vorbei. Aus der Wohnung kam kein Geräusch mehr. Galja atmete ruhig und gleichmäßig. Schlief sie? Wartete sie darauf, dass er, der Mann, die Initiative ergriff?...
So schwer hatte sich Michael das nicht vorgestellt. Einen Moment hingen seine Arme wie halb abgeschraubt herunter. Dann trat er hinter Galja, die ihren Mantel aufknöpfte, nahm ihn ihr ab, öffnete den Flurschrank, hing den Kunstpelz auf den Gästebügel,...
Wir, Heutige, weit entfernt Von jenem Bild, das du im Traum Dir einst vom Menschen Maltest. Niemand bekennt: Verloren Die Menschenwürde. Bezahlt, abgefunden Das Vergessen. Kein Aufspringen, Kaum Aufschrei: „Nie mehr!" Sie führn wieder Kriege. Die Todmüden...
„Mutter, hast du das gehört? Das lass ich mir nicht gefallen, nicht von der! Die hat ja noch nicht mal einen Vater!" „Und du hast einen Vater, aber dafür kannst du nichts. Nichts für den. Ich hätt mir auch lieber einen reichen Mann gewünscht. Siggi, Freundchen,...
auf straßen und steigen eine frisch gewebte decke gefrorenen atems schuldiger wie unschuldiger dicker reif streichelt schlafende fahrkäfige vom liebeskrank klirrenden frost mit bizarren blumenbildern geschmückte scheiben achtlos zur arbeit aufbrechende...
Als Klara an diesem Morgen erwachte, glaubte sie, die Klos im Treppenhaus seien, wie vierundvierzig schon einmal, übergelaufen, so sehr stank es in der Wohnung. Klara war in Fahrt: Der Opitz, der Hausbesitzer, dass er sich nicht um seine Klabache kümmerte!...
zum Literaturstammtisch mit Kerstin Hensel!!! Am 5.1.09 ab 19 Uhr liest sie im Kulturforum Hellersdorf, Carola-Neher-Straße 1 aus ihrem neuen Roman Lärchenau. Man stelle ihn sich als Groteske auf einen Arztroman vor ... und bei dieser Autorin kann man...
„Fass an!", befahl die Mutter. Folgsam trippelte Jo neben ihr her, die Faust um die Kinderwagenstange, mit der anderen Hand presste sie das Taschentuch vors Gesicht. „Hab dich nich so." Rita war wütend, die Mutter verzog die Göre. Die hohen Absätze klapperten...
Weihnacht die botschaft vernahm ich wohl allein der glaube fehlt ich hoffe das kind wird noch geboren in dessen namen kein gewehr geweih- nachtet wird meinen sack fülle ich mit kalaschnikows geladen mit bis dahin meine hand denen die sagen du sollst nicht...